Diakonissenkrankenhaus Leipzig beim Welttag der Patientensicherheit am 17. September mit dabei

15. September 2020

Am Donnerstag, 17. September 2020, findet der Welttag der Patientensicherheit statt. In Deutschland wird er vom Aktionsbündnis Patientensicherheit organisiert, um auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen. Erstmals wird sich auch das Diakonissenkrankenhaus Leipzig im Verbund von AGAPLESION daran beteiligen und insbesondere etablierte Strukturen ins Blickfeld rücken, die ganz direkt der Patientensicherheit dienen.

Für die stationären Patienten und Besucher, die sich am Aktionstag im Krankenhaus aufhalten, wird an unterschiedlichen Orten ausführliches Informationsmaterial bereitliegen – etwa an der Zentralen Information, an der Patientenaufnahme und im Diakonissen-Ärztehaus. Ebenso richtet sich die Diako-Kampagne auch an die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zentrales Anliegen ist es dabei, über die hauseigenen Strukturen, Prozesse und Maßnahmen zu informieren, die fest im täglichen Krankenhausalltag verankert sind und in Summe ein Ziel haben: die Gesundheit aller Patientinnen und Patienten im Rahmen ihrer individuellen Behandlung jederzeit bestmöglich zu schützen.

Patientensicherheit im Diakonissenkrankenhaus Leipzig – konkrete Beispiele:

CIRS: Die Abkürzung steht für „Critical Incident Reporting System“. Hierbei handelt es sich um ein etabliertes Melde- und Berichtssystem, das kritische Vorkommnisse bzw. so genannte „Beinahe-Fehler“ in den Blick nimmt, die in der Patientenversorgung aufgetreten sind. Im Diako ist seit einigen Jahren eine Arbeitsgruppe aktiv, die anonyme Meldungen des Krankenhauspersonals entgegennimmt und auf dieser Basis organisatorische Abläufe oder technische Gegebenheiten analysiert und im Einzelfall konkrete Vorschläge zur Optimierung erarbeitet. Um die Arbeit des CIRS-Teams auf den Punkt zu bringen: Aus einem beinahe eingetretenen Fehler lässt sich lernen und verhindern, dass ein ähnlich gelagerter Fehler später tatsächlich auftritt und die Patientensicherheit gefährdet.
Zertifizierte Zentren: Das Diakonissenkrankenhaus Leipzig ist ISO-zertifiziert und verfügt aktuell über sieben zertifizierte Behandlungszentren. Diese Zentren tragen erheblich zur Patientensicherheit bei, da hier in regelmäßigen Überwachungsaudits und Rezertifizierungen die strukturellen und qualitativen Anforderungen streng überprüft werden. In den zertifizierten Zentren sind zugleich konkrete Maßnahmen zur Erhöhung der Patientensicherheit notwendig – dazu gehören etwa Komplikationsbesprechungen und Zusatzqualifikationen des Personals.

Kommissionen: Ein hohes Maß an Patientensicherheit wird auch über Interdisziplinäre Besprechungen bzw. Dienstberatungen und durch die Arbeit von Kommissionen erreicht. Im Diako sind u. a. eine Arzneimittel- und eine Hygienekommission sowie eine Pflegestandardgruppe aktiv. Ziel der vielfältigen Gremienarbeit ist es, vorhandene Behandlungsstandards regelmäßig auf Aktualität zu überprüfen und zu bearbeiten bzw. neu zu erstellen, wo es notwendig ist.
Patientenfürsprecherin: Im Diakonissenkrankenhaus Leipzig ist seit einigen Jahren eine ehrenamtliche Patientenfürsprecherin aktiv. Als unabhängige Instanz nimmt sie Lob und Kritik sowie Anregungen entgegen und bringt sich persönlich ein, um die Patientenversorgung auf Grundlage dieser Rückmeldungen fortlaufend zu optimieren.

In besonderem Maße war und ist die Patientensicherheit in den aktuellen Zeiten der Corona-Pandemie von Bedeutung. Das Leipziger Diakonissenkrankenhaus hat seit März zahlreiche Maßnahmen ergriffen, von denen die meisten bis heute wirksam sind. Dazu gehören neben den geltenden Hygiene- und Abstandsregeln auch strikte Zutrittsbeschränkungen und Eingangskontrollen sowie deutlich eingeschränkte Besuchsmöglichkeiten.

„Die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ist für uns das höchste Gut“, sagt Dr. Ulrich Socha, Ärztlicher Direktor im Diakonissenkrankenhaus Leipzig. „Unser Anspruch ist, über den gesamten Behandlungsprozess die größtmögliche Sicherheit zu bieten – und diesen Anspruch setzen wir mit Hilfe von praxistauglichen Instrumenten konsequent und effektiv in der täglichen Patientenversorgung um.“

Weitere Informationen zum Welttag der Patientensicherheit:

www.tag-der-patientensicherheit.de 

Über das Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig:

Das Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig ist ein sächsisches Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit einer Kapazität von 250 Betten. Pro Jahr werden hier über 14.000 Patienten stationär und rund 25.000 Patienten ambulant behandelt. Zum Leistungsspektrum des evangelischen Krankenhauses gehören sieben Fachkliniken mit den Schwerpunkten Allgemein- und Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, Gefäßchirurgie, Pneumologie, Gastroenterologie und Onkologie, Kardiologie und Geriatrie sowie Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie. Im Haus sind zudem ein zertifiziertes Darm- und Gefäßzentrum sowie mehrere Belegkliniken angesiedelt. Das nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifizierte Diakonissenkrankenhaus Leipzig ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig. Es betreibt eine Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege und ist Mitglied im Traumanetzwerk Westsachsen. Weitere Informationen: www.diako-leipzig.de

Über die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft:

Die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft wurde 2002 in Frankfurt am Main von christlichen Unternehmen gegründet, um vorwiegend christliche Gesundheitseinrichtungen in einer anspruchsvollen Wirtschafts- und Wettbewerbssituation zu stärken. Zu AGAPLESION gehören bundesweit mehr als 100 Einrichtungen, darunter 23 Krankenhausstandorte mit über 6.250 Betten, 40 Wohn- und Pflegeeinrichtungen mit über 3.500 Pflegeplätzen, vier Hospize, 34 Medizinische Versorgungszentren, 16 Ambulante Pflegedienste und eine Fortbildungsakademie. Darüber hinaus bildet AGAPLESION an 15 Standorten im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege aus. Mehr als 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für eine patientenorientierte Medizin und Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards. Pro Jahr werden über eine Million Patienten versorgt. Die Umsatzerlöse aller Einrichtungen inklusive der Beteiligungen betragen über 1,5 Milliarden Euro. Die alleinigen Aktionäre der AGAPLESION gAG sind verschiedene traditionsreiche Diakoniewerke und Kirchen. Auch durch diese Aktionäre ist die AGAPLESION gAG fest in der Diakonie verwurzelt und setzt das Wohl ihrer Patienten, Bewohner und Mitarbeitenden als Maßstab für ihr Handeln. Weitere Informationen über AGAPLESION finden Sie im Internet unter: www.agaplesion.de.

Quelle: ediacon.de
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