Katholische Hospitalgesellschaft Südwestfalen geht weitere Schritte in eine digitale Zukunft

11. September 2020

Das Land NRW hat eine Fördersumme i.H.v. insgesamt 1 Milliarde Euro bereitgestellt, um die Leistungsfähigkeit von Krankenhäusern und Pflegeschulen im Land sicherzustellen. Von den 750 Mio. €, die auf Kliniken entfallen, kommen über 3 Mio. € dem St. Martinus-Hospital in Olpe und dem St. Josefs-Hospital in Lennestadt zugute. Die Gelder können und sollen u.a. zum Ausbau der Digitalisierung eingesetzt werden.

Jochen Ritter, Landtagsabgeordneter des Kreises Olpe, besuchte Anfang September die Katholische Hospitalgesellschaft Südwestfalen und machte sich in einem gemeinsamen Gespräch mit dem Geschäftsführer Johannes Schmitz und dem Pflegedirektor Tobias Quast ein Bild über die weiteren Schritte hin zu einer volldigitalen Patientendokumentation. Tobias Quast erläuterte, dass die Fördermittel u.a. zur digitalen Pflegedokumentation genutzt werden sollen, um künftig auf die Patientenkurven in Papierform verzichten zu können. „Eine digitale Dokumentation stellt eine erhebliche Prozessverbesserung und Arbeitserleichterung für die Pflegenden dar. Statt alle Werte des Patienten in der Papierkurve einzutragen, wäre es künftig möglich, z.B. die Körpertemperatur eines Patienten direkt vom Thermometer über eine Schnittstelle in die digitale Patientenkurve zu übermitteln“, so Quast. Weiterer, wichtiger Aspekt der fortschreitenden Digitalisierung der Patientenakte ist die Erhöhung der Patientensicherheit. „Die Pflegekraft kann einige Parameter direkt über Smartphone-ähnliche Endgeräte am Patientenbett dokumentieren. Auch ärztliche Anordnungen von Arzneimitteln können direkt ins System eingetragen werden. Dort erfolgt eine zusätzliche Sicherheitsprüfung, z.B. ob es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen kann“, erläuterte Schmitz.

Jochen Ritter zeigte sich überzeugt von den geplanten Maßnahmen. „Digitalisierung ist ein inflationär verwendeter Begriff. Deshalb habe ich mich gefreut zu erfahren, welche Effekte sie tatsächlich etwa in der Krankenpflege haben kann: vernünftig eingesetzt erleichtert sie die erforderliche Dokumentation, erleichtert die Übergabe beim Schichtwechsel und hilft, Fehler zu vermeiden. Das kommt den Pflegerinnen und Pflegern als auch den Patientinnen und Patienten gleichermaßen zugute. Wenn die Landesförderung dabei hilft, ist das Geld gut eingesetzt“, meinte der Landtagsabgeordnete.

Quelle: hospitalgesellschaft.com
Render-Time: 0.166485