290 Betten und kein Bettnachbar: Thüringer Klinikum setzt bundesweit erstmals Einbettzimmer als Pflichtstandard
Das neue Eichsfeld-Klinikum in Heilbad Heiligenstadt wird mit 290 Betten das erste Krankenhaus Deutschlands, das Einbettzimmer flächendeckend als Standard einführt…
- Ökonomie
Das Eichsfeld-Klinikum in Heilbad Heiligenstadt wird bis Ende 2028 als erstes Krankenhaus Deutschlands das Einbettzimmer-Konzept nicht als Komfortoption, sondern als verbindlichen Standard einführen. Pressesprecherin Claudia Reich und Geschäftsführer Dr. Gregor Bett begründen das mit hygienischen Vorteilen, verbesserter Nachtruhe, mehr Privatsphäre beim Besuch und einer möglichen Verkürzung der Verweildauer.
Der Neubau entsteht auf einem 40.000 Quadratmeter großen Gesundheitscampus am Stadtrand von Heiligenstadt und fasst 290 Betten. Er ersetzt die bisherigen dezentralen Standorte: das Krankenhaus in Reifenstein und das Eichsfeld-Klinikum „St. Vinzenz“ in Heiligenstadt. Das Haus „St. Elisabeth“ in Worbis hatte den Betrieb bereits 2019 eingestellt.
Ursprünglich auf 200 Millionen Euro veranschlagt, stiegen die Baukosten, sodass 2025 zusätzliche Förderanträge gestellt wurden. Das Land Thüringen fördert das Projekt bisher mit 165 Millionen Euro. Klinikum und Stadt Heilbad Heiligenstadt investieren gemeinsam mehr als 10 Millionen Euro.
Das geplante interdisziplinäre Eingriffszentrum umfasst acht Operationssäle, darunter einen Sectio-Saal, einen Hybrid-OP, einen OP für robotergestützte Chirurgie mit Da-Vinci-System sowie zwei Säle für ambulante Eingriffe. Die Gebäudefassade integriert 1.600 Quadratmeter Photovoltaikelemente und soll jährlich knapp 500.000 kWh Solarenergie erzeugen.
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