34 Millionen Euro Verlust und trotzdem auf Kurs: St. Georg trotzt der Krankenhausreform

Das Klinikum St. Georg Leipzig schließt 2025 mit einem Defizit von 34 Millionen Euro plangemäß ab und steigert die Umsatzerlöse um 6,1 Prozent…

11. Juni 2026
  • Politik
  • Ökonomie

Das Klinikum St. Georg gGmbH hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresfehlbetrag von 34 Millionen Euro exakt im geplanten Rahmen abgeschlossen. Gegenüber der ursprünglichen Defizitplanung fiel das Ergebnis sogar besser aus. Die Umsatzerlöse stiegen im Vorjahresvergleich um 6,1 Prozent, was einem Plus von 15 Millionen Euro entspricht.

Der Aufsichtsrat bestätigte den Jahresabschluss. Aufsichtsratsvorsitzender Torsten Bonew fasst das Jahr unter den Begriffen Konsolidieren, Investieren und Wachsen zusammen und verweist auf den laufenden Umbau des Hauses. Geschäftsführerin Claudia Pfefferle und Geschäftsführer Prof. Dr. Michael Geißler nennen die konsequente wirtschaftliche Steuerung sowie das Engagement der 2.600 Beschäftigten als wesentliche Faktoren.

Im ambulanten Bereich verzeichnete das Haus 143.000 Behandlungen, 7.000 mehr als geplant. Stationär und teilstationär wurden 31.000 Fälle behandelt, 22.700 Operationen durchgeführt, davon 4.300 ambulant. Das Konzept der Hybrid-DRG-Behandlungen wurde erfolgreich umgesetzt.

Zentrales Investitionsprojekt bleibt der Zentralbau II, dessen Inbetriebnahme für 2029 geplant ist. Nach Fertigstellung erwartet die Geschäftsführung durch verbesserte Versorgungsstrukturen einen Wiederanstieg des Leistungsvolumens. Weitere Maßnahmen umfassen den Umbau von Haus 6 zur Gesundheitsakademie, die Planung eines Infektionsschutzzentrums sowie den Anschluss an das Fernwärmenetz Leipzig.

Die Stadt Leipzig als Gesellschafterin sichert den Prozess durch fortlaufende wirtschaftliche Unterstützung ab. Für 2026 plant das Klinikum mit einem Jahresfehlbetrag von 27,469 Millionen Euro.

Quelle:
sanktgeorg.de

Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen.

Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.