Alzheimer-Forschungs-Initiative gibt Tipps zum Umgang mit aggressiven Demenzpatienten

Unsicherheit, Reizüberflutung oder körperliche Ursachen können bei Demenzpatienten Aggressionen auslösen. Die Alzheimer-Forschungs-Initiative empfiehlt ruhige Kommunikation, Struktur und reduzierte Reize…

18. Mai 2026
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Aggressives Verhalten bei Demenz ist häufig ein Hinweis darauf, dass Betroffene überfordert sind, Angst haben, Situationen nicht einordnen können oder körperliche Beschwerden nicht mehr klar äußern. Für Pflegekräfte wird dieses Verhalten besonders im Krankenhaus zur Herausforderung, wenn Demenz zusätzlich zur Primärerkrankung auftritt.

Eine Befragung der Universität Bremen aus dem Jahr 2012 zeigte deutliche Unsicherheiten bei Auszubildenden der Gesundheits- und Krankenpflege. 75,6 Prozent betreuten regelmäßig demenzerkrankte Menschen im Krankenhaus. Nur 23,4 Prozent sahen ihre Kompetenzen als ausreichend an, um Menschen mit Demenz bedürfnisorientiert zu pflegen. Bei 74 Prozent traten Unsicherheiten auf, wenn Demenzpatienten aggressiv waren.

Die Alzheimer-Forschungs-Initiative nennt mehrere mögliche Auslöser: Angst, Unverständnis, Lärm, ungewohnte Eindrücke, zu helles Licht, körperliche Ursachen oder krankheitsbedingte Veränderungen im Gehirn. Astrid Marxen betont, aggressives Verhalten sei ein Signal dafür, dass etwas nicht stimmt.

Empfohlen werden weniger Reize, ein strukturierter Alltag, vertraute Routinen, sinnvolle Beschäftigung sowie einfache und ruhige Kommunikation. Pflegekräfte sollten versuchen, die Gedankenwelt der Erkrankten nachzuvollziehen, Auslöser zu erkennen und das Verhalten nicht persönlich zu nehmen. Ergänzend wird auf einen Ratgeber der Alzheimer-Forschungs-Initiative und eine Pflegefortbildung in Köln am 11. Juni verwiesen.

Quelle:
rechtsdepesche.de

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