Antibiotika per Infusion zu Hause: Thüringer Kliniken testen Entlassung mit Sicherheitsnetz

Thüringer Krankenhäuser prüfen, welche i. v. Antibiotikatherapien früher nach Hause verlagert werden können. Ein APAT-Modell mit Homecare soll Kapazitäten schonen und eng begleiten…

5. Januar 2026
  • Ökonomie

Krankenhäuser in Thüringen suchen neue Wege der Ambulantisierung um stationäre Kapazitäten zu entlasten. Ein Ansatz ist die ambulante parenterale Antibiotikatherapie. Dabei erhalten Patientinnen und Patienten eine i. v. Antibiose nach stabiler klinischer Lage nicht mehr in der Klinik, sondern im häuslichen Umfeld.

Medipolis bietet dafür ein bundesweit standardisiertes Homecare-Konzept an. Die Infusionslösungen werden patientenindividuell hergestellt und zusammen mit Arznei und Hilfsmitteln nach Hause geliefert. Vor der Entlassung erfolgt eine Einweisung in Hygiene, Systemwechsel, Spülung und Anwendung. Bei Bedarf ist zeitweise Selbstgabe möglich. Eine 24/7 Rufbereitschaft, regelmäßige Verlaufskontrollen und der Austausch mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten sollen Komplikationen früh erkennen. Genutzt werden können gängige Zugänge, empfohlen werden Port, PICC oder Midline. Das Modell zielt auf kürzere Verweildauern, mehr Aufnahmekapazität und eine strukturierte Übergabe zwischen Klinik und ambulanter Versorgung.

Quelle:
mdr.de

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