Athleticum am Volkspark: Asklepios kurz vor Einstieg bei kriselndem Sportmedizinzentrum

Das Sportmedizinzentrum Athleticum am Volkspark steckt tief in der Krise. Asklepios soll laut NDR-Recherchen kurz vor dem Einstieg stehen, um eine drohende Insolvenz abzuwenden…

6. Juli 2026
  • Ökonomie

Das Athleticum am Volkspark, erst im November eröffnet und rund 18 bis 20 Millionen Euro teuer, steht vor einem Eigentümerwechsel. Nach NDR-Recherchen ist Asklepios kurz davor, beim kriselnden Hamburger Sportmedizinzentrum einzusteigen. Der Gesundheitskonzern selbst äußert sich nicht öffentlich, das UKE verweist auf laufende Verhandlungen.

Die wirtschaftliche Lage ist jedoch gravierend: Die monatliche Unterdeckung beträgt in der Spitze 300.000 bis 400.000 Euro, die Kosten sollen zeitweise fast doppelt so hoch wie die Erlöse gewesen sein. Erst vor wenigen Wochen finanzierten die Gesellschafter Philips und CTP eine Million Euro nach, um eine Insolvenz zu verhindern. Das UKE, dessen Tochtergesellschaft Ambulanzzentrum mit 49,8 Prozent größter Gesellschafter ist, soll dafür gebürgt haben.

Als Ursache gilt eine fehlerhafte Planung: Die kalkulierten 60.000 Patienten pro Jahr wurden bei weitem nicht erreicht. Der Standort am Volkspark gilt als problematisch, die Infrastruktur, darunter ein Unterwasserlaufband und eine 35-Meter-Laufbahn im dritten Stock, als überdimensioniert und zu wenig ausgelastet.

Seit wenigen Wochen ist Prof. Dr. Lars Timm, Experte für Restrukturierung im Gesundheitswesen, als zusätzlicher Geschäftsführer tätig. Offen bleibt, welche Folgen ein Asklepios-Einstieg für die Belegschaft und die bisherige Gesellschafterstruktur hätte.

Quelle:
ndr.de

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