Bayerischer Landtag gibt 714,9 Millionen Euro für Würzburger Uniklinik-Neubau frei

Der Bayerische Landtag genehmigte vergangene Woche die zweite Teilbaumaßnahme für das UKW. Insgesamt stehen nun 714,9 Millionen Euro für Neubau und Energiezentrale bereit…

20. Juli 2026
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Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat am 15. Juli die zweite Teilbaumaßnahme für das Erweiterungsgelände Nord des Universitätsklinikums Würzburg genehmigt. Zusammen mit der bereits im April bewilligten ersten Teilmaßnahme stehen nun insgesamt 714,9 Millionen Euro bereit. Das Projekt zählt zu den größten Bauvorhaben im Freistaat Bayern.

Kernstück ist eine neue Energiezentrale, die vollständig auf erneuerbare Energien setzt. Geplant sind Wärmepumpen, Geothermie, Eisspeicher sowie Wärme- und Kältespeicher, ergänzt durch eine gesicherte Notstromversorgung. Kaufmännischer Direktor Philip Rieger sieht das Konzept als Blaupause für künftige Klinikneubauten in ganz Deutschland.

Auf dem Erweiterungsgelände Nord entsteht im ersten Bauabschnitt ein Gebäude mit 276 Betten auf rund 30.000 Quadratmetern Nutzungsfläche. Dort werden Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Augenklinik und Frauenheilkunde zusammengeführt, inklusive Operationssälen, Intensivpflegeplätzen und Zentraleinrichtungen. Die neuen Gebäude ersetzen Bestandsbauten aus den 1930er- und 1970er-Jahren.

Vor dem eigentlichen Baubeginn laufen aufwendige Vorbereitungsarbeiten. Ersatzparkplatz, Interims-Hubschrauberlandeplatz, Oberbodenabtrag, Trafostationen und Baustraßen müssen errichtet werden. Die Vorabmaßnahmen zur Erschließung sollen im Herbst 2026 starten.

Ärztlicher Direktor Prof. Tim J. von Oertzen wertet das Landtagsvotum als „starkes Bekenntnis für Spitzenmedizin in Bayern“. Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume hob die Schnelligkeit des Verfahrens hervor.

Quelle:
kma-online.de

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