Bayerischer Landtag gibt grünes Licht: UKW erhält Energiezentrale auf Basis erneuerbarer Energien
Am 15. Juli 2026 hat der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags die 2. Teilbaumaßnahme für das Erweiterungsgelände Nord des UKW bewilligt. Insgesamt stehen nun 714,9 Millionen Euro bereit…
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Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat am 15. Juli die 2. Teilbaumaßnahme für das Erweiterungsgelände Nord des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) bewilligt. Kernstück ist der Bau einer Energiezentrale, die vollständig auf regenerativen Energiequellen basiert. Zusammen mit der bereits im April freigegebenen 1. Teilbaumaßnahme stehen nun insgesamt 714,9 Millionen Euro für das Großprojekt bereit.
Die erste Teilbaumaßnahme umfasst vorbereitende Arbeiten. Darunter die Einrichtung eines Ersatzparkplatzes, Errichtung eines Interims-Hubschrauberlandeplatzes, Oberbodenabtrag, Teilaushub, Installation von Trafostationen, Herstellung von Baustraßen sowie Leitungsverlegung. Diese Maßnahmen sind notwendig, weil der geplante Neubau auf Flächen entsteht, die derzeit als Parkplatz und Hubschrauberlandeplatz genutzt werden.
Das Energiekonzept der neuen Zentrale setzt auf Wärmepumpen, Geothermie, Eisspeicher sowie Wärme- und Kältespeicher. Zusätzlich werden alle Anforderungen an eine gesicherte Notstromversorgung erfüllt. Kaufmännischer Direktor Philip Rieger sieht das UKW damit in einer Vorbildfunktion für andere Klinikneubauten in Deutschland.
Der erste Bauabschnitt auf dem Erweiterungsgelände Nord umfasst rund 30.000 Quadratmeter Nutzungsfläche und 276 Betten. Dort werden die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, die Augenklinik und die Frauenheilkunde zusammengeführt, jeweils mit Operationssälen, Intensivpflegeplätzen und Zentraleinrichtungen. Die neuen Gebäude ersetzen die Kopfklinik aus den 1970er Jahren und die Frauenklinik aus den 1930er Jahren.
Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Tim J. von Oertzen wertet die Entscheidung als Bekenntnis für Spitzenmedizin in Bayern und hebt das Engagement des Freistaates sowie der Landtagsabgeordneten für die Universitätsmedizin Würzburg hervor.
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