Berliner Fachforum: KI soll Pflegekräfte entlasten, nicht ersetzen

Beim Fachforum der Berliner Krankenhausgesellschaft stand KI als Entlastungsinstrument für die Pflege im Mittelpunkt. Einig waren sich die Beteiligten: Technologie soll Bürokratie verringern, Personal stärken und Versorgung gezielt verbessern…

10. April 2026
  • Data und KI
  • Pflege

KI hilft in der Pflege vor allem dort, wo Dokumentation und Routinen viel Zeit beanspruchen. Nach Darstellung der Berliner Krankenhausgesellschaft soll sie Freiräume schaffen und nicht Personal überflüssig machen. Dr. Severin Fischer verwies auf die hohe Belastung, denn fast 40 Prozent der Arbeitszeit entfallen auf Dokumentation. KI kann hier Prozesse automatisieren und Freiräume schaffen. Zeit, die dann wieder den Patientinnen und Patienten zugutekommt.

Katrin Staffler betonte, dass Digitalisierung und KI keinen Selbstzweck erfüllen. Anwendungen müssen den Pflegealltag spürbar verbessern. Dafür brauche es Akzeptanz sowie die Einbindung der Beschäftigten.

Im Fachforum wurde zudem deutlich, an welchen Stellen die Hürden für die Umsetzung liegen. Die Teilnehmenden nannten ungeeignete Prozesse, komplexe Vorgaben beim Datenschutz sowie fehlende Grundlagen für die Digitalisierung. Thomas Meißner forderte interoperable Systeme, einheitliche Standards und eine gemeinsame Fachsprache.

Zum Abschluss zeigten Unternehmen Lösungen für automatisierte Dokumentation, sprachgesteuerte Datenerfassung, Teamkoordination, ergonomische Arbeitsplätze und robotische Assistenz. Die Veranstaltung setzte damit einen klaren Akzent. KI unterstützt die Pflege, wenn Strukturen, Daten und Regeln mitziehen.

Quelle:
hcm-magazin.de

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