Boppard ringt um Klinikstandort, Entscheidung fällt im März
Die Gesellschafter des GK-Mittelrhein stellen die Weichen für eine Schließung des Klinikstandorts Boppard, lassen aber eine letzte Option offen. Nun liegt der Ball bei der Stadt…
- Ökonomie
Die Gesellschafter des Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein haben beschlossen, den Standort Krankenhaus Heilig Geist Boppard zum 30. September 2026 zu schließen. Der Beschluss gilt unter Vorbehalt. Voraussetzung für eine Revision ist ein formaler Betrauungsakt der Stadt Boppard bis zum 2. März 2026.
Boppard hat angeboten, in den Jahren 2026 und 2027 bis zu zwei Millionen Euro zur Verlustabdeckung beizutragen. Die Gesellschafter werten dies als Signal, verlangen jedoch eine verbindliche und bedingungsfreie Entscheidung.
Zusätzlich sollen die Stadt und der Rhein-Hunsrück-Kreis noch 2026 Gespräche über ein Gemeinschaftsunternehmen aufnehmen. Spätestens zum 1. Januar 2028 soll der Betrieb in diese Struktur übergehen. Die Gesellschafter aus Koblenz und dem Landkreis Mayen-Koblenz sehen andernfalls keine dauerhafte Finanzierungsmöglichkeit.
Bleiben die Voraussetzungen unerfüllt, bleibt es bei der Schließung. Die Übergangsphase verlängert die Unsicherheit für Beschäftigte und Bevölkerung, eröffnet aber eine letzte Chance für den Standort.
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