Brandenburgs Gesundheitsminister warnt: Kinderklinik-Schließung in Ludwigsfelde ist nicht der letzte Fall
Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke rechnet nach der Schließung der Kinderklinik in Ludwigsfelde mit weiteren Klinikschließungen im Land. Acht von zehn Häusern schreiben rote Zahlen…
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Die Schließung der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow zum Ende Juli 2026 ist nach Einschätzung von Gesundheitsminister René Wilke (SPD) kein Einzelfall. „Es wird nicht die letzte Nachricht dieser Art sein“, sagte Wilke in der RBB-Sendung „Brandenburg Aktuell“. Acht von zehn Krankenhäusern im Land schreiben rote Zahlen.
Der Träger begründet die Schließung mit der Krankenhausreform und einer notwendigen Spezialisierung. Die Kinderklinik war zuletzt mit durchschnittlich drei Betten belegt. Das Krankenhaus will stattdessen Orthopädie, Innere Medizin und Geriatrie ausbauen. Die stationäre Kinderversorgung der Region soll künftig das rund 20 Kilometer entfernte Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam übernehmen.
Auch die Landeskrankenhausgesellschaft sieht weiteren Druck auf Brandenburgs Kliniken. Geschäftsführer Michael Jacob sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Insolvenzgefahr sei „wirklich da“. Kinderkliniken seien besonders gefährdet, weil die Geburtenzahlen demografisch bedingt zurückgegangen sind.
Gegen die Schließung in Ludwigsfelde regt sich Widerstand: Eine Petition einer Mutter aus dem Landkreis Teltow-Fläming hat im Internet bereits mehr als 5.000 Unterschriften gesammelt. Die Mutter berichtete im RBB, ihre Tochter habe kürzlich eine Stoffwechsel-Entgleisung erlitten. Ein längerer Transportweg hätte das Leben des Kindes gefährdet.
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