Bürokratie frisst Gesundheitssystem: KBV und DKG fordern sofortiges Entlastungsgesetz

KBV und DKG fordern ein Bürokratieentlastungsgesetz und warnen, dass das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz der Versorgung schade, während Bürokratieabbau Ressourcen freisetzen würde…

10. Juni 2026
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KBV und DKG verlangen von der Bundesregierung, die angekündigte Entbürokratisierung im Gesundheitswesen konkret umzusetzen. Beide Verbände haben bereits Vorschläge vorgelegt, die Geld und Arbeitszeit sparen und die Versorgungsqualität verbessern würden. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hingegen hätte nach ihrer Einschätzung erhebliche negative Auswirkungen auf die Versorgung.

KBV-Chef Dr. Andreas Gassen kritisiert, dass bürokratische Pflichten Ärztinnen und Ärzte heute stärker von der Patientenversorgung abhalten als jeder andere Faktor. Prüfungen, Anträge, Genehmigungen und Berichtspflichten nähmen weiter zu und seien mit keinem Qualitäts- oder Transparenzziel mehr zu rechtfertigen.

DKG-Chef Dr. Gerald Gaß beziffert den Aufwand: Umfragen zufolge verbringen Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte täglich rund drei Stunden mit Bürokratie. Würde dieser Aufwand um eine Stunde täglich sinken, würde das die Arbeitskapazität von mehr als 22.000 Ärztinnen und Ärzten sowie knapp 50.000 Pflegekräften freisetzen. Gaß fordert zudem weniger kleinteilige Personal- und Strukturvorgaben in Krankenhäusern und mehr Vertrauen in die Arbeit vor Ort.

Beide Verbände betonen: Konkrete Vorschläge liegen vor. Die Politik müsse sie nur umsetzen.

Quelle:
dkgev.de

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