Bundesgesundheitsministerin Warken kündigt Reform der Approbationsordnung noch in dieser Legislatur an
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat auf dem 130. Deutschen Ärztetag in Hannover die Verabschiedung des Referentenentwurfs 2023 zur Approbationsordnung noch in dieser Legislatur angekündigt…
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Die seit 2002 unveränderte Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO) soll noch in dieser Legislaturperiode reformiert werden. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken kündigte auf dem 130. Deutschen Ärztetag (12. bis 15. Mai in Hannover) an, den Referentenentwurf von 2023 zu verabschieden. Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) wertet das als politisches Signal nach jahrelangem Reformstillstand.
Der Reformprozess stockt seit 2015. Erste Bestrebungen mündeten im „Masterplan Medizinstudium 2020″, ohne dass seitdem ein Beschluss gefasst wurde. Der Entwurf von 2023 soll die Lücke zwischen Ausbildung und medizinischer Praxis schließen.
Konkret sieht der Entwurf vor: ein sogenanntes Z-Curriculum, das vorklinische und klinische Inhalte von Beginn an verzahnt; eine longitudinale Verankerung wissenschaftlichen Arbeitens im Studium; praktische Fertigkeitsprüfungen in Form von OSCE-Prüfungen (Objective Structured Clinical Examinations) vor Famulatur und Praktischem Jahr; sowie ein Kern- und Wahlcurriculum, das individuelle Schwerpunkte ab dem ersten Semester ermöglicht.
Die bvmd betont, dass eine einmalige Reform nicht ausreicht. Curriculum und Approbationsordnung müssten künftig kontinuierlich evaluiert werden.
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