Charité-Pflegerin erhält ZHTG-Preis für Artikel zur postoperativen KI-Nutzung

Die DGTHG zeichnet Kinga Oleksiuk für einen Fachartikel über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der postoperativen Versorgung aus. Die Pflegeexpertin verbindet klinische Erfahrung mit digitaler Perspektive…

27. Februar 2026
  • Data und KI
  • Pflege

Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) hat auf ihrer Jahrestagung in Köln gemeinsam mit dem Springer Medizin Verlag den Publikationspreis der Zeitschrift für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie 2026 vergeben. Ausgezeichnet wurde Kinga Oleksiuk von der Charité Berlin. Sie erhielt den Preis für einen Beitrag über das Potenzial Künstlicher Intelligenz in der postoperativen Versorgung.

Oleksiuk arbeitet als Gesundheits- und Krankenpflegerin auf einer kardiochirurgischen Intensivstation. Während der Corona-Pandemie erlebte sie, wie aufwendig Schutzmaßnahmen und Materiallogistik den Pflegealltag erschwerten. Daraus entstand ihr Interesse an technischen Assistenzsystemen, die Fachkräfte entlasten können.

Im Rahmen ihres Studiums „Erweiterte Klinische Pflege“ vertiefte sie das Thema wissenschaftlich. Ihre Bachelor-Arbeit untersuchte konkrete KI-Anwendungen in der patientennahen Versorgung. Dazu zählen etwa robotische Transportsysteme oder KI-gestützte Verfahren zur Einschätzung von Schmerzintensität anhand von Gesichtsanalyse.

In ihrem Artikel betont Oleksiuk, dass KI menschliche Zuwendung nicht ersetzt. Sie versteht digitale Systeme als Ergänzung, die Zeit für direkte Patientenbetreuung schafft. Der prämierte Beitrag entstand auf Initiative eines ZHTG-Herausgebers nach einem Social-Media-Post über ihre Abschlussarbeit.

Aktuell absolviert Oleksiuk ein Masterstudium im Bereich Cybersecurity. Perspektivisch möchte sie die digitale Sicherheit im Krankenhaus stärken und klinische Praxis mit technischer Kompetenz verbinden.

Quelle:
idw-online.de

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