Debeka-Studie: Mehrheit will KI als Arztassistenz, nicht als Arztersatz

43,7 Prozent der Befragten befürworten KI als Arztassistenz. Bei Notfällen, Krebsdiagnosen und psychischen Krisen lehnen viele den Einsatz ausdrücklich ab…

27. August 2026
  • Data und KI

Eine repräsentative Umfrage der Debeka zeigt, dass die Bevölkerung KI im Gesundheitswesen als Assistenzwerkzeug akzeptiert, nicht aber als eigenständigen Entscheider. 43,7 Prozent der Befragten befürworten den Einsatz zur Unterstützung von Ärztinnen und Ärzten, 38,9 Prozent sehen konkretes Potenzial bei der Auswertung von Befunden und Laborwerten.

Als erste Anlaufstelle für Patienten halten nur 5,2 Prozent KI für sinnvoll. Breiter Zuspruch besteht hingegen bei niedrigschwelligen Anwendungen. Präventionsthemen wie Ernährung (20,5 Prozent) und die Einordnung leichter Symptome wie einer Erkältung (18,4 Prozent) gelten als geeignete Einsatzfelder.

Bei akuten Notfällen wie Brustschmerzen oder Atemnot lehnen 24,8 Prozent den KI-Einsatz ausdrücklich ab. Ähnlich klar fällt die Ablehnung bei Krebsdiagnosen (27,1 Prozent), psychischen Krisen (25,1 Prozent) sowie bei Kindern und in der Schwangerschaft (11,1 Prozent) aus.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey befragte im Auftrag der Debeka vom 5. bis 12. Mai 2026 online 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren sowie 2.500 Personen, die im Internet aktiv nach Krankheiten, Symptomen oder Behandlungen suchen. Die Ergebnisse sind repräsentativ; der statistische Fehler liegt zwischen 2,6 und 3,4 Prozentpunkten.

Quelle:
presseportal.de

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