10 Jahre Endoprothesenregister Deutschland – welche Ergebnisse gibt es?

8. März 2022

Millionen von Menschen leben in Deutschland mit einem künstlichen Gelenk an Hüfte und Knie. Man weiß dennoch relativ wenig über die Langlebigkeit eines Implantats und die Gründe für einen Wechsel. Meist taucht dieses Thema nur im Zusammenhang mit mangelhaften Implantaten und den damit verbundenen schmerzhaften Folgen für die Patientinnen und Patienten in der Öffentlichkeit auf. Auch wenn diese Fälle sehr selten sind, wurde im Sinne der Patientensicherheit im Jahr 2010 das Endoprothesenregister Deutschland ins Leben gerufen. Als wissenschaftliche Einrichtung sammelt und analysiert das Institut seit 2012 Operationsdaten der Krankenhäuser, Daten der Krankenkassen und der Implantathersteller in Deutschland. Die Auswertung dieser Daten erlauben wichtige Aussagen bezüglich Haltbarkeit und Wechselhäufigkeit, die für die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit einem künstlichen Gelenk an Hüfte und Knie von großer Bedeutung sind.

Doch welche konkreten Hinweise gibt das Register auf die Versorgungsqualität und wie profitieren die Patientinnen und Patienten von den Ergebnissen? Wie langlebig sind die verwendeten Implantatsysteme und Implantattechniken? Darüber informieren in einer Online-Fortbildung Prof. Dr. Arnd Steinbrück und Prof. Dr. Peter Aldinger am Mittwoch, 16. März um 18 Uhr. Die Referenten stellen den Aufbau, die Systematik und die Ergebnisse des Registers sowie den Nutzen für die Patientinnen und Patienten vor.

Die Einladung zu der Veranstaltung finden Sie im Anhang. Über diesen Zugangslink können Sie via Zoom teilnehmen: https://zoom.us/j/92685710094?pwd=Wmp2WXdBZ0R5VjhZTHYxcUplWGFvUT09
Meeting-ID: 926 8571 0094 Kenncode: 043264

Professor Arnd Steinbrück vom Orthopädisch-Chirurgisches Kompetenzzentrum Augsburg ist wissenschaftlicher Studienkoordinator des Endoprothesenregisters Deutschland. Professor Peter Aldinger leitet als Ärztlicher Direktor die Orthopädische Klinik Paulinenhilfe am Diakonie-Klinikum Stuttgart. Die Klinik gehört mit etwa 4.000 endoprothetischen Eingriffen an Hüfte und Knie und dem Einsatz von etwa 1.900 künstlichen Hüftgelenken und 1.800 Kniegelenken im Jahr zu den größten zertifizierten Endoprothetikzentren der Maximalversorgung in Deutschland.

In Deutschland bieten mehr als 1.200 Kliniken Hüft- und Kniegelenksimplantationen an. Etwa 750 von ihnen arbeiten mit dem Endoprothesenregister Deutschland zusammen und übermitteln ihre Operationsdaten an das EPRD, wenn der Patient seine Einwilligung gegeben hat. Die Datenübermittlung der Krankenhäuser an das EPRD ist freiwillig. Derzeit werden rund 70 Prozent der endoprothetischen Versorgung durch das EPRD erfasst und ausgewertet.

Quelle: diakonie-klinikum.de
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