Ärzte und Apotheker haben Informationshoheit - Internet abgeschlagen

19. März 2012

Aalen, 16. März 2012. In einem Projekt der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Aalen, wurden fast 600 Erwachsene nach ihrer individuellen Informationsquelle über Arzneimittel befragt. Das Ergebnis überraschte die Experten: Informationen holt man sich beim Arzt und Apotheker.

In der Untersuchung der HTW Aalen wurden in dem Projekt 593 Erwachsene interviewt. 57 Prozent der Befragten waren 40 Jahre und jünger. Nur 11 % waren über 60 Jahre alt. Damit waren bei der Befragung die Jüngeren deutlich überrepräsentiert. Die Experten um den Studienleiter Dr. Bodo R.V. Antonic erwarten deshalb dass ein überwiegender Teil der Befragten das Internet als Informationsquelle über Arzneimittel angibt.

Überraschend war die Erkenntnis, dass trotz der hohen Beteiligung jüngerer Befragter 57 Prozent als Informationsquelle den Arzt und Apotheker nannten.

Daraus kann abgeleitet werden, dass die Angehörigen beider Berufsgruppen das mit Abstand höchste Vertrauen auch der jüngeren  Patienten genießen. Daraus erwächst für den Arzt und Apotheker auch eine Art Informationshoheit, so Antonic.
Bei der Altersverteilung der Befragten war besonders erstaunlich, dass nur jeder Fünfte der Befragten (19 Prozent) das Internet als Informationsquelle angab.

Gering ist auch der Abstand zwischen dem Internet und dem Beipackzettel. Die Packungsbeilage wird von 13% als Informationsquelle genannt.

Bei dem Thema Arzneimittelanwendung wird das Internet als Informationsquelle deutlich überbewertet.


Quelle: Pharmainstitut Ulm GbR
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