BÄK

BÄK zu Pflegepersonal-Stärkungsgesetz: Vorgaben sollten für alle Beschäftigten in der Versorgung gelten

9. Juli 2018

„Viele gute Neuregelungen – aber warum nicht für alle?“ So lässt sich die Stellungnahme der Bundesärztekammer (BÄK) zu dem Referentenentwurf für ein Pflegepersonal-Stärkungsgesetz zusammenfassen, die sie im Vorfeld der Anhörung im Bundesgesundheitsministerium am 13. Juli 2018 in Berlin veröffentlicht hat.

Darin bezeichnet die BÄK die vorgesehene Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus der bisherigen Krankenhausfinanzierungssystematik als einen Paradigmenwechsel. Es böte sich die Chance, den Fokus von einem rein preisgetriebenen Wettbewerb hin zu einer deutlich stärker versorgungsorientierten Ausgestaltung zu setzen. Dies werde allerdings nur gelingen, wenn mit dem geplanten Schritt alle in den Kliniken tätigen Gesundheitsberufe erfasst werden, so die BÄK.

Positiv sieht die Ärzteschaft auch die geplante vollständige Refinanzierung von Tarifsteigerungen für das Pflegepersonal. Sie könnte ein probates Mittel gegen Arbeitsverdichtung und Fachkräftemangel sein. Aber auch hierzu merkt die Bundesärztekammer in ihrer Stellungnahme an: Eine nur auf die Pflege beschränkte Neuregelung helfe nicht bei dem grundsätzlichen Problem des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen ...

Quelle: bundesaerztekammer.de
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