BKG

Bayerischen Krankenhausgesellschaft: Krankenhäuser erwarten noch in diesem Jahr Hilfe

9. Januar 2013

Die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) begrüßt die Pläne, mit denen die CSU-Landesgruppe im Bundestag die finanzielle Lage der Kliniken und die Versorgung der Patienten verbessern will. „Die extrem schwierige Lage der Krankenhäuser und die Dringlichkeit, dass noch in dieser Legislaturperiode Handlungsbedarf besteht, wird gesehen. Dies ist ein großer Schritt in die richtige Richtung“ sagte BKG-Geschäftsführer Siegfried Hasenbein zu den Beratungen, die die CSU-Bundestagsabgeordneten während ihrer Klausurtagung im Wildbad Kreuth zur Situation der Krankenhäuser führten.

Laut BKG ist den Krankenhäusern am meisten geholfen, wenn Ungerechtigkeiten und Fehlanreize im Vergütungssystem beseitigt werden. Die derzeitige Regelung, dass für alle Kliniken der Preis für Behandlungen sinkt, wenn landesweit die Anzahl der Leistungen steigt, sei nicht länger hinnehmbar. Damit werden allen Krankenhäusern finanzielle Kürzungen auferlegt, auch jenen, deren Menge konstant oder gar rückläufig ist.

Hasenbein bedauert, dass das Papier der CSU-Landesgruppe vorsieht, diese Kollektivhaftung nur zu „mildern“. Dieser Systemfehler müsse gänzlich beseitigt werden. Dies hätten auch die Länder mit großer Mehrheit im Bundesrat – immerhin auf Antrag der Bayerischen Staatsregierung – beschlossen. „Dies sollte man in der jetzt hoffentlich folgenden Diskussion über die Ausgestaltung der künftigen Finanzierung berücksichtigen.“

Ausdrücklich begrüßt die BKG weitere Vorschläge der CSU-Abgeordneten. So soll die Weiterbildung von Krankenhauspersonal zu Hygienefachkräften sowie die Anstellung zusätzlicher Fachkräfte mit einem Förderprogramm bezuschusst werden. „Die Kliniken wollen die hohen personellen Anforderungen der Hygieneverordnung erfüllen. Die daraus entstehenden Kosten müssen aber finanziert werden“ fordert der BKG-Geschäftsführer.

Ebenso befürworten die Krankenhäuser, dass sie stärker bei der ambulanten fachärztlichen Behandlung einbezogen werden sollen. In spezialisierten Bereichen, wie z. B. der Behandlung von Krebspatienten, sei eine kontinuierliche Behandlung aus einer Hand eindeutig im Interesse der Patienten.

BKG-Geschäftsführer Hasenbein erwartet, dass Gesetzesänderungen für eine verbesserte Finanzausstattung der Kliniken noch in dieser Legislaturperiode beschlossen werden: „Wenn sich nichts ändert, werden im Jahr 2013 über 40 % der Kliniken ihre Personal- und Sachkosten nicht decken können. Angesichts dieser Situation können die Krankenhäuser nicht bis ins Jahr 2014 vertröstet werden.“

Quelle: Bayerische Krankenhausgesellschaft e.V.
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