Bundes-Klinik-Atlas: Orientierungshilfe oder Desinformation?

31. Mai 2024

Der Bundes-Klinik-Atlas wird von verschiedenen Seiten, u.a. vom Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK), heftig kritisiert, weil er mehr Verwirrung als Orientierung für Patientinnen und Patienten schaffe und keine umfassenden, fairen und vergleichbaren Informationen über den Umfang und die Qualität der Versorgung in deutschen Krankenhäusern biete.

Kritiker wie der Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK) werfen den Machern des Bundes-Klinik-Atlas vor, mehr Verwirrung als Klarheit zu stiften. Ein Praxistest zeigt die Schwächen deutlich: Eine Suche nach Hautkrebs-Expertise in Vorpommern bleibt ergebnislos, weil spezialisierte Abteilungen und Ärzte fehlen. Selbst große Kliniken schneiden mangels ausreichender Behandlungsfälle schlecht ab. Auch der Pflegepersonalquotient, ein weiteres Kriterium des Atlas, gibt nur Auskunft über die Zahlen für das gesamte Haus, nicht aber für einzelne Stationen. Besonders problematisch sind falsche Angaben zu Fachabteilungen, Bettenzahlen und Notfallversorgungsstufen, wie sie von der Krankenhausgesellschaft MV aufgedeckt wurden. Diese und weitere "fatale Fehlangaben" führen dazu, dass der Bundes-Klinik-Atlas derzeit mehr Verunsicherung als Nutzen für Patienten und Kliniken bringt. Die Krankenhausgesellschaft MV fordert daher, das Portal bis zur Überarbeitung abzuschalten, um die Patientensicherheit nicht zu gefährden...

Quelle: nordkurier.de
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