CTK

Cottbuser Medizinstipendium geht in die nächste Runde

6. Mai 2022

Stiftung Lausitzer Braunkohle spricht sich für weitere Unterstützung aus

Junge Mediziner in die Lausitz holen, für das Carl-Thiem-Klinikum zu begeistern und damit die medizinische Versorgung in der Region nachhaltig zu sichern. Von diesem Konzept ist die Stiftung Lausitzer Braunkohle überzeugt – auf seiner heutigen Sitzung hat der Stiftungsrat die weitere finanzielle Unterstützung des Stipendiums beschlossen.

Das Cottbuser Medizinstipendium wurde im Jahr 2017 ins Leben gerufen, es bietet eine finanzielle Unterstützung von 500 Euro monatlich, maximal 36 Monate lang. Durch die Teilnahme am Stipendienprogramm sichern sich die Stipendiaten zudem eine mindestens dreijährige Anstellung als Weiterbildungsassistent in ihrer Wunschklinik am CTK. Die Stiftung Lausitzer Braunkohle ist Partner des Stipendienprogramms und hat bislang drei jungen Medizinerinnen die Teilnahme am Programm ermöglicht.

„Es ist weiterhin unser Anliegen, junge Medizinerinnen und Mediziner für eine berufliche Zukunft in der Lausitz zu begeistern, um dadurch die medizinische Versorgung in unserer Heimat langfristig zu sichern und gleichzeitig die Attraktivität und Lebensqualität der Region zu erhöhen“, so Jorge Lopez, Vorstand der Stiftung Lausitzer Braunkohle. „Die positiven Erfahrungen aus der ersten Förderperiode waren bei der Entscheidung über die Fortsetzung ebenfalls ein wichtiger Faktor gewesen, denn bisher sind zwei geförderte Medizinerinnen im Rahmen ihrer Facharztausbildung weiterhin am CTK tätig“, berichtet Lopez.

Cassandra Wolter ist eine derjenigen, die mit Unterstützung der Stiftung Lausitzer Braunkohle jetzt ihre Assistenzarztzeit am CTK absolviert. Für die alleinerziehende Mutter war das Stipendium ein Glücksfall: „Durch die 500 Euro jeden Monat konnte ich mich auf mein Studium konzentrieren – ich musste nicht noch nebenbei arbeiten gehen. Gerade als junge Mutter wäre das extrem schwierig gewesen.“

Seit Januar 2021 ist sie Assistenzärztin in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des CTK – obwohl es in der Klinik eigentlich keine freie Stelle gab. Die Teilnahme am Medizinstipendium hat es ermöglicht! „Gerade im Fall von Frau Wolter ist damit deutlich zu erkennen, welchen Wert das Stipendium hat –für beide Seiten. Sie wollte in die Pädiatrie und hätte in eine andere Klinik – unter Umständen sogar in ein anderes Bundesland gehen müssen.  Aber durch das Stipendienprogramm konnte sie im CTK und in der Region bleiben“, so CTK-Geschäftsführer Dr. Götz Brodermann.

Die kleine Tochter von Cassandra Wolter wird übrigens in der Kita „Carl & Carla“ auf dem Klinikcampus betreut.

Die zweite Stipendiatin, Linda Gaida, verstärkt jetzt das Team der Neurologie. Auch sie ist froh, sich für das Stipendium und damit für Cottbus und das CTK entschieden zu haben. „Das Stipendium hat nicht nur die Studienzeit erleichtert, zum Beispiel das Kaufen der doch teuren Fachbücher. Für meine Facharztausbildung hat das CTK die perfekte Größe. Das Klinikum ist nicht zu groß, nicht zu anonym. Es bietet mir aber in der Neurologie genug Fälle, um zu lernen.“

Insgesamt sind bislang 10 Medizinstudenten in das Cottbuser Stipendiatenprogramm aufgenommen worden, unterstützt durch mehrere Partner. „Wir wollen etwas Nachhaltiges für die Region machen. Es gibt noch kein Medizinstudium in Brandenburg. Das heißt, wir müssen den Nachwuchs aus ganz Deutschland zurückholen. Und da kann das Stipendium ein Anreiz sein - wir bieten nicht nur mit der freien Wahl der Fachrichtung für die Facharztausbildung beste Bedingungen. Da setzen wir dann auf den sogenannten Klebeeffekt, d.h. dass die jungen Mediziner langfristig hierbleiben. Davon profitiert dann die gesamte Region. Denn es werden sich auch Mediziner niederlassen, z.B. in Hausarztpraxen“, so der CTK-Chef.

Quelle: ctk.de
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