UKJ

Das Universitätsklinikum Jena begrüßt die Initiative des Thüringer Wissenschaftsministers Wolfgang Tiefensee für einheitliche Pflege-Qualitätsstandards an allen Thüringer Krankenhäusern

4. Juli 2019

Das Universitätsklinikum Jena begrüßt die Initiative von Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee, im Rahmen einer eigenen Landesverordnung Qualitätsstandards für die Pflege für alle Thüringer Krankenhäuser gleichermaßen festzulegen und damit über die bereits geltenden Personaluntergrenzen landesweit hinauszugehen.

„Für Thüringen existiert bereits eine Verordnung, die bislang ärztliche Mindestbesetzungen regelt. Diese nun für ganz Thüringen um personelle Standards für Pflegekräfte zu erweitern, betrachten wir als einen zukunftsweisenden Schritt“, so der Medizinische Vorstand des Universitätsklinikums Jena, PD Dr. med. Jens Maschmann. „Damit schaffen wir für alle Kliniken gleiche Bedingungen.“

„Die aktuell geltenden Pflegepersonaluntergrenzen sind ein Instrument des Gesetzgebers auf Bundesebene, um pflegerische Mindeststandards sicherzustellen. Allerdings lösen diese Untergrenzen nicht das aktuelle Problem fehlender Pflegekräfte“, so der Kaufmännische Vorstand des Universitätsklinikums Jena, Dr. Brunhilde Seidel-Kwem. „Pflegepersonal wird auch von anderen Krankenhäusern stark umworben, wodurch sich die Konkurrenzsituation unter den Kliniken weiter verschärft. Im Interesse aller unserer Patienten darf die Konsequenz jedoch nicht sein, dass Versorgungskapazitäten eingeschränkt werden müssen“

Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee war heute zu einem offiziellen Besuch am Universitätsklinikum Jena, um mit Pflegekräften offen ins Gespräch zu kommen und sich vor Ort auf den Stationen ein realistisches Bild von der Pflegesituation zu machen.

Dem UKJ ist es gelungen, die Zahl der Pflegemitarbeiter um über 10 Prozent, von 1659 in 2015 auf 1821 in 2018, zu erhöhen. Das UKJ ist größter Arbeitgeber Thüringens und gehört zu den modernsten Kliniken in Deutschland. Die bauliche Infrastruktur bietet demzufolge Mitarbeitern modernste Arbeitsbedingungen. Die Behandlungsqualität ist anerkanntermaßen gut, die Patientenzufriedenheit mit 97 Prozent in den regelmäßigen Befragungen sehr hoch.

Pflegerischen Engpässen, die trotz der intensiven Bemühungen aller Beteiligten auftreten, wird große Beachtung geschenkt. Probleme und Defizite werden konzentriert angegangen.

 

Quelle: uniklinikum-jena.de
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