KRH

Die Pathologie der Zukunft – Archivierung

26. April 2019

KRH Pathologie schafft durch Automatisierung hohe Sicherheit

Auf die Frage, was wir hier sehen, antwortet Prof. Dr. Ludwig Wilkens, Chefarzt und Leiter der KRH Pathologie: „Eine Maschine, die uns den ganzen Tag lang hilft, unermüdlich und konzentriert.“ Die Maschine, welche seit einigen Monaten neben der Telepathologie (wir berichteten -  http://www.krh.eu/unternehmen/presse/pm2019/Seiten/telepathologie.aspx ) die Arbeit in der KRH Pathologie mit Sitz am Klinikum Nordstadt optimiert, übernimmt die Aufgabe der Sortierung und Archivierung von entnommenen Gewebeproben.

„Wir Pathologen untersuchen entnommene Gewebeproben, um beispielsweise Krebs nachweisen zu können. Wenn Ihnen der Arzt sagt, die Probe geht jetzt ins Labor, dann kommt Sie zu uns, wird aufgearbeitet, von uns analysiert und muss anschließend für 20 Jahre aufbewahrt werden“ erklärt Wilkens. Die Aufbewahrung der Proben soll eine spätere Nachuntersuchung ermöglichen. Je Patient werden etwa 5 bis 20 Proben auf kleine Glasplättchen (Objektträger) gebracht, gefärbt und anschließend als Scan oder unter dem Mikroskop untersucht. Damit diese Masse an Objektträgern einwandfrei und fehlerfrei archiviert und später erneut zugeordnet werden kann, mussten früher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeden einzelnen Träger sichten, beschriften und in den passenden Karton ordnen.

„Diese Arbeit musste sehr konzentriert erfolgen. Eine falsche Zuordnung war fatal und der Verlust von Gewebeproben im Archivierungsprozess eine Katastrophe. Die neue Maschine erledigt diese arbeitsintensive und ermüdende Arbeit automatisiert, von einer starken Rechenleistung getragen und mit neuster Laser-Scan-Technologie ausgestattet, fehlerfrei“, erläutert Wilkens weiter.

Der Ablauf erfolgt so: Die Mitarbeiterin legt die Objektträger in eine der vier Säulen der Maschine. Ein Greifarm scannt die Objektträger und sortiert sie über eine x-y-Koordinierung über einem großen Geflecht von Kammern und legt diese genau sortiert in die passende Ablage. Danach können die gefüllten Kammern aus der Maschine herausgezogen werden und die zugeordneten Objektträger in Kartons verpackt werden. Anschließend bringt die Mitarbeiterin den Karton in das Archiv im Keller der KRH Pathologie am Klinikum Nordstadt und hier kann jederzeit auf die Objektträger zurückgegriffen werden. „Was früher eine sehr anstrengende und daher fehleranfällige Arbeit war, ist heute dank der Automatisierung eine sichere Leistung für die Zukunft“, schließt Prof. Dr. Wilkens.

Einen Film dazu sehen Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=EqgGPR6ST2Y 

Quelle: krh.eu
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