DKI

DKI-Krankenhaus Barometer 2011

8. Dezember 2011

Der Fachkräftemangel an deutschen Krankenhäusern weitet sich aus. Neben dem Ärztlichen Dienst sind vor allem die OP- und Intensivbereiche betroffen. Jeweils rund ein Drittel der Kliniken in Deutschland hat aktuell Probleme, offene Stellen in der Intensivpflege und im Operationsdienst zu besetzen. Das ist das Ergebnis des aktuellen Krankenhaus Barometers des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI), einer jährlich durchgeführten Repräsentativbefragung in den deutschen Kliniken.

Unverändert dramatisch ist die Situation im Ärztlichen Dienst. Drei von vier Krankenhäusern können offene Arztstellen nicht besetzen. Bundesweit sind fast 4.000 Arztstellen in den Krankenhäusern vakant. Zur zusätzlichen Absicherung der ärztlichen Versorgung beschäftigen die Krankenhäuser zusehends teure Honorarärzte, also frei arbeitende Ärzte, die gegen Honorar im Krankenhaus tätig sind. Der Einsatz von Honorarärzten entspricht schon jetzt einem Stellenäquivalent von knapp 2.500 ärztlichen Vollkräften.

Die wirtschaftliche Lage vieler Kliniken ist nach wie vor schwierig. Im Jahr 2010 hat jede fünfte Klinik rote Zahlen geschrieben. Mehr als 40% der Kliniken erwartet für 2012 eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen setzen die Krankenhäuser weiterhin auf Patientenorientierung. So zeigt das Barometer erstmalig auf repräsentativer Basis, dass fast drei Viertel aller Patientenzimmer jahresdurchschnittlich als Ein- oder Zwei-Bett-Zimmer genutzt werden. Im Bereich der Krankenhaushygiene sind die Krankenhäuser zusehends sensibilisiert und haben eine Vielzahl von Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt. Ein systematisches Beschwerdemanagement zur Verbesserung der Patientenversorgung liegt nahezu flächendeckend vor.

Die Ergebnisse des DKI-Krankenhaus Barometers 2011 können Sie hier  downloaden.


Quelle: DKI e.V.
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