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Drei Fragen, drei Antworten - Ein Kurzinterview mit Smartify zum Thema 'Krankenhaus & Digitalisierung, wie passt das zusammen?'

14. September 2021

Kurzinterview mit Aline Bohrer, Senior Projektleiterin der Smartify IT Solutions GmbH

Warum stehen Krankenhäuser auf dem Weg zu Digitalisierung – vor allem im Vergleich zu anderen Industrien – gefühlt noch am Anfang?

Krankenhäuser sehen sich mit einer Wettbewerbssituation konfrontiert, der sie nicht gerecht werden können, weil sie durch gesetzliche Rahmenbedingungen reglementiert werden. Das Budget ist ohnehin knapp und die vorhandenen Ressourcen sind meist voll ausgelastet. Der Fokus liegt im Alltag vor allem und natürlich auf der Patientenversorgung, die Datenqualität in der Dokumentation steht dabei nicht im Vordergrund. Diese Grundvoraussetzungen treffen nun auf eine in sich heterogene Systemlandschaft, in der kaum ein Anbieter es schafft, die Vielfalt an Daten zu homogenisieren und zu verknüpfen. Das Potenzial und die modernen Möglichkeiten bleiben oft ungenutzt und die Wahrnehmung verfestigt sich „damit holen wir uns mehr Probleme ins Haus, als dass wir Lösungen kreieren“. Das gilt es durch die Anbieter mit maximaler Interoperabilität und Anwenderorientierung zu durchbrechen.

Warum ist Digitalisierung überhaupt wichtig?

Digitaler werden bedeutet an Professionalität gewinnen – das heißt Transparenz schaffen, Erkenntnisse wieder verwenden, aus Fehlern lernen, Wissen weitergeben und Informationen zielgerichtet einsetzen. Das soll nicht bedeuten, dass Krankenhäuser nicht heute schon professionell arbeiten, aber wie so vieles hat sich auch das Konzept der Professionalität über die Zeit verändert. Heute umfasst dies nicht mehr nur die medizinische Arbeit und menschliche Intelligenz, sondern eben auch die digitale bzw. künstliche Intelligenz. Im Zeitalter der Vernetzung steigt die Komplexität und der Ansatz von „Stand-Alone“ Kliniken und Insellösungen geht nicht mehr auf. Es gilt medizinische Trends und neue gesetzliche Richtlinien mittels Digitalisierung zu reflektieren und somit der Nachfrage gerecht zu werden. Das betrifft z.B. die Ambulantisierung aber auch die Qualitätssicherung bei optimierter Verweildauersteuerung im Rahmen des DRG-Systems.

Aus der praktischen Erfahrung gesprochen – was sind die drei Erfolgsfaktoren für eine gelungene IT-Strategie?

Eine erfolgreiche IT-Strategie fängt bei den Prozessen an – zuerst gilt es diese neu zu denken und dann kluge Instrumente zur Digitalisierung dieser Prozesse einzusetzen. Der zweite Erfolgsfaktor ist der Faktor Mensch – hier braucht es gutes Change Management. Klare Verantwortlichkeiten definieren, kleine Ziele und Meilensteine setzen, den Dialog und die Kommunikation suchen. Als dritten Schlüssel zum Erfolg empfiehlt sich ein Digitalisierungspartner mit Branchenerfahrung – und zwar als Partner auf Augenhöhe, um Probleme zu beheben, statt neue zu schaffen.

Quelle: smartify-it.de
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