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Duderstädter Krankenhaus und Altenpflegeheim schreibt weiter schwarze Zahlen

17. April 2018

St. Martini bleibt auch 2017 auf Erfolgskurs und stellt unter Beweis: Eine qualitativ hochwertige und wirtschaftlich tragfähige Krankenhausversorgung im ländlichen Bereich ist möglich.

St. Martini bleibt als Gesundheitszentrum für das Eichsfeld in der Erfolgsspur. So erwartet das Haus für 2017 im vierten Jahr in Folge ein positives Jahresergebnis und stellt damit seine Zukunftsfähigkeit unter Beweis – vor allem im Hinblick auf die geplanten Baumaßnahmen der kommenden Dekade.

„Ich bin dankbar für den motivierten Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Basis für diese Erfolg sind“, erklärt Geschäftsführer Markus Kohlstedde und stellt klar: „All unser Einsatz würde aber verpuffen, wenn wir nicht den Rückhalt der Eichsfelderinnen und Eichsfeldern hätten, die sich auch in schwierigen Zeiten hinter St. Martini gestellt haben.“ Man wolle für die Menschen der Heimatregion als Gesundheitszentrum wohnortnah eine qualitativ hochwertige medizinische Behandlung, menschliche Pflege und Betreuung sicherstellen. „Uns freut, dass die Zahlen diesen Anspruch unterstreichen“, betont Kohlstedde. Zwischen 2014 und 2017 kann St. Martini in vielen Bereichen Wachstum vorweisen. Die Erweiterung der Planbetten von 126 in 2014 auf 140 in 2017 ist folge der stetig wachsenden Auslastung, im bundesweiten Vergleich eine absolute Ausnahme und zeigt nachhaltig die Wichtigkeit und strategische Unverzichtbarkeit des St. Martini Krankenhauses. Die Zahl stationärer Behandlungen im Krankenhaus sind innerhalb von vier Jahren von 6.778 auf 7.200 gestiegen, die Fallzahl ambulanter Behandlungen von 13.900 auf 14.400 im selben Zeitraum. Gleichzeitig wurden im Altenpflegeheim 12 neue Bewohnerplätze geschaffen, um der großen Nachfrage gerecht zu werden. Aktuell stehen 78 Plätze zur Verfügung.

„Nach mehr als zehn Jahren tief roter Zahlen haben wir es geschafft, den Zukunftskurs auch mitunter harter Entscheidungen, wie die Schließung der Geburtshilfe, nachhaltig zu gestalten“, so Kohlstedde. „Unsere Strategie der konsequenten Ausrichtung der Versorgungsangebote auf den Bedarf der Bevölkerung vor Ort mit Gründung einer Geriatrie und einer Gefäßchirurgie, dem Heben von Wirtschaftlichkeitsreserven und auch der konsequenten Investition zeigt Erfolg.“ So
steigen die Umsatzerlöse von Krankenhaus und Altenpflegeheim von 25,7 Mio. EUR 2014 auf 31,3 Mio. EUR 2017. Die Zahl der Mitarbeitenden wächst um 40 Köpfe von 392 auf 432. Personalkosten von 20,6 Mio. EUR fließen damit als Kaufkraft in die Region.

2014 sind 997 TEUR und 2015 975 TEUR erzielt worden. 2016 schloss St. Martini mit 702 TEUR ab, in denen Einmaleffekte aus Sanierungsgeldern der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse wirksam sind. Für 2017 erwartet St. Martini nun ein Ergebnis von 220 TEUR. „Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden, auch wenn es gegenüber den Vorjahren geringer ausfällt“, sagt Kohlstedde und erläutert: „Denn wir haben unsere Investitionspolitik konsequent fortgesetzt und dafür ein reduziertes Jahresergebnis hingenommen.“ So wurden im vergangenen Jahr Investitionen in Höhe von rund 500 TEUR getätigt. Beispielsweise in die Erweiterung des Altenpflegeheimes, der Bettenausweitung und Umbauten auf den Stationen, wie z.B. die Sanierung von Nasszellen sowie der Digitalisierung. Daneben ergänzten Mittel der Förderinitiative von rund 30 TEUR das Investitionsbudget unter anderem für Projekte in der Medizintechnik, der Infrastruktur und im Bereich der Digitalisierung.

„Damit möchten wir den politischen Entscheidern in Niedersachsen im Hinblick auf die anstehenden Baumaßnahmen zeigen: Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, unterstreicht der Krankenhausgeschäftsführer. Nachdem Ende 2016 die Investitionsmaßnahmen entworfen und abgestimmt wurden, war 2017 von erforderlichen Ausschreibungen und der Vorbereitungen der Zielplanung mit dem Sozialministerium gekennzeichnet. In diesem Jahr ist unser Planungsteam nun mit der Feinplanung der einzelnen Bauabschnitte und den Abstimmungsarbeiten mit den zuständigen Landes- und Baubehörden beschäftigt. Dabei gelte Gründlichkeit vor Geschwindigkeit, denn ein gut abgestimmtes und funktionierendes Raum- und Flächenkonzept unter Berücksichtigung der sich wandelnden Bedürfnisse im Zuge der Bevölkerungsentwicklung der Region sei wichtig im Hinblick auf die Gestaltung effizienter und wirtschaftlicher Arbeitsabläufe bei gleichzeitig kurzen Wegen für die Patienten durchs Haus. „Wir konnten hier im Abstimmungsprozess das vorhandene Konzept noch weiterentwickeln. Mit einem ersten Spatenstich rechnen wir daher im ersten Halbjahr 2019“, freut sich Kohlstedde auf das weitere Wachstum der Einrichtung.

Quelle: vinzenz-verbund.de
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