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Frühjahrsumfrage 2011 - MDK-Prüfung im Krankenhaus - Zwischenergebnis

27. Mai 2011

Die Ergebnisse unserer Frühjahrsumfrage 2011 - MDK-Prüfung im Krankenhaus finden Siehier

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir möchten uns auf diesem Weg bei allen Kliniken die sich bereits an unserer Frühjahrsumfrage 2011 durch Übersendung Ihrer Daten beteiligt haben ganz herzlich bedanken. Gleichzeitig gilt unser Dank der Deutschen Krankenhausgesellschaft und den Landeskrankenhausgesellschaften, die mit Ihren Empfehlungen zur Teilnahme unsere Datenerhebung tatkräftig unterstützen.

Bis dato haben bereits 120 Kliniken aus 15 Bundesländern Ihren Fragebogen an uns übermittelt. Zahlreiche Kliniken bitten jedoch um eine Verlängerung des Umfragezeitraumes (Osterferien und anderer Termine). Dieser Bitte kommen wir gerne nach und bieten den Krankenhäusern deswegen die Möglichkeit, Ihren Fragebogen noch bis spätestens  27.05.2011 an uns zu übersenden.

Gleichzeitig möchten wir die Gelegenheit nutzen und zwei häufig gestellte Fragen zur MDK Umfrage klar zu stellen. Unserer Frage „Fallzahl "Entlassungen" 2010“  bezieht sich auf die entlassenen DRG-Fälle des Jahres 2010 (E1-Fälle). Hinsichtlich der Berechnung des „MW Casemixverlust der abgeschlossenen MDK-Fälle?“ bitten wir zu beachten, dass die Grundgesamtheit alle abgeschlossenen MDK-Prüffälle des Jahres 2010 sind und nicht nur die „verlorenen“ Fälle.

Nun jedoch ein paar erste
TREND-ERGEBNISSE:
Die teilnehmenden 120 Kliniken repräsentieren bis dato rund 39.000 Betten und 1,5 Millionen stationäre Patienten.

Die mittlere Prüfquote im Jahr 2010 für Prüfungen unter Beteiligung des MDK beträgt mit derzeitigem Stand der Umfrage  10,8 %. Von den 120 Kliniken berichten 48 Häuser (40%) von weiteren Prüfungen unter Ausschluss des MDK auf direkten Weg mit den Kostenträgern.  Unter Berücksichtigung dieses Aspektes beträgt die gewichtete
Gesamt-Prüfquote der Kostenträger somit 13,3%.

Nach derzeitigem Umfragestand sind 61,5% der MDK-Einzelfallprüfungen bereits abgeschlossen. Diese wurden mit einem Anteil zu 59,7 % zugunsten der Krankenhäuser entschieden. Die Kliniken verlieren dabei im (nach Fallzahlen) gewichten Mittel 0,155 BWR oder 407 Euro (bezogen auf den InEK-Basisfallpreis für den Fallpauschalenkatalog 2010 in Höhe von 2.619,10 €).

Häufigste Prüfgründe bleibt, wie bereits in den Vorjahresumfragen, die untere Grenzverweildauer (29%), gefolgt von der oberen Grenzverweildauer und der Hauptiagnose (17%) und der stationären Behandlungsnotwendigkeit (16%).

Hinsichtlich der Prüfquoten der einzelnen Kostenträger ergibt sich nach momentanem Stand der Datenerhebung eine Spannweite von 6,3 % für die Berufsgenossenschaften bis 19,1 % für die AOK. Im oberen Mittelfeld finden sich die Barmer GEK (15%), sowie die DAK (12,8%), die TK (10,6%) und die IKK (10,4%).

Zeit und Umfang der Frühjahrsumfrage 2011

Umfrageaktion:
11. April bis 27. Mai 2011
Datenauswertung: Juni 2011
Ergebnispräsentation: hier
Zeitaufwand Fragebogen: ca. 60 Minuten


Download:
Fragebogen 2011

J. Schikowski und M. Thieme

Quelle: medinfoweb.de
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