Gemeinsames Engagement für die qualifizierte Versorgung von Menschen mit geistigen und schweren Mehrfachbehinderungen durch Qualitätsverträge von DEKV, Bethel Mara und Ersatzkassen

12. Februar 2020

Menschen mit geistigen und schweren Mehrfachbehinderungen stellen Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegende vor große Herausforderungen: Auf der einen Seite haben sie bei der Aufnahme ins Krankenhaus Schwierigkeiten, sich an die neue Situation anzupassen. Sie reagieren anders als andere Menschen auf eine veränderte Umgebung und fremde Menschen.

Auf der anderen Seite sind sie in ihrem Verhalten und ihrer Kommunikation besonders. Sie können ihre Beschwerden, wie Schmerzen, oftmals nicht in Worte fassen. Stattdessen zeigen sie ein außergewöhnliches, vielfach herausforderndes Verhalten als Reaktion auf Schmerzen wie beispielsweise Schreien, Schlagen oder auch Autoaggression und Unruhe. Mit diesen Besonderheiten stören sie die normalen Abläufe im Krankenhaus und fordern von allen Mitarbeitenden zusätzliche Aufmerksamkeit und Zeit ein. Zudem müssen Ärztinnen und Ärzte ebenso wie Pflegende ihre Kommunikation individuell auf die Fähigkeiten des Patienten anpassen, beispielsweise eine einfache Sprache verwenden, Untersuchungsmethoden zeigen statt erklären oder auch den Patientinnen und Patienten zum Verstehen und Beantworten von Fragen mehr Zeit einräumen ...

Quelle: Pressemeldung – Deutscher Evangelischer Krankenhausverband e. V.
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