HEALTH

Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg - Krankenstand der Pflegeberufe besorgniserregend

11. Januar 2018

„Betriebliche Gesundheitsförderung wird immer wichtiger“

Nach 2014 und 2015 ist auch 2016 der Krankenstand in der Region wieder leicht gestiegen. In Berlin und Brandenburg lag der gemeinsame Wert mit 5,5 Prozent leicht über dem Bundesdurchschnitt. Der beobachtete Krankenstand in Brandenburg (2014: 5,7 Prozent, 2015: 5,9 Prozent, 2016: 6,0 Prozent) lag dabei in allen drei Berichtsjahren über dem beobachteten Krankenstand in Berlin (2014: 4,9 Prozent, 2015: 5,0 Prozent, 2016: 5,1 Prozent). Am häufigsten erkrankten die Menschen in Berlin und Brandenburg an Muskel-Skelett-Erkrankungen, psychischen und Verhaltensstörungen sowie Atemwegserkrankungen. ...

Schwerpunktbetrachtung Gesundheitswesen

Besondere Aufmerksamkeit wurde im vorliegen Bericht dem Arbeitsunfähigkeitsgeschehen im Gesundheits-wesen gewidmet. Das Gesundheitswesen ist eine für Berlin und Brandenburg wirtschaftlich sehr bedeutsame Branche. Im weit gefassten Gesundheitswesen (einschließlich Pflege- und Altenheimen) arbeiten in Berlin zehn Prozent, in Brandenburg elf Prozent der Beschäftigten. Bei den Beschäftigten im Gesundheitswesen ist der Krankenstand innerhalb der einzelnen Berufsgruppen unterschiedlich. Pflegekräfte sind besonders belastet. So betrug der Krankenstand in der Berufsgruppe der Altenpflege in Berlin im Jahr 2016 bei den Frauen 9,2 Prozent und 9,1 Prozent in Brandenburg. Bei den Männern waren es 6,7 Prozent (6,4 Prozent).

In der Berufsgruppe der Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst und Geburtshilfe lag der Kranken-stand bei den Männern bei 5,7 Prozent (6,1% in Brandenburg) und bei den Frauen bei 8,0 Prozent (7.7 Pro-zent). Bei Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung sollte auch innerhalb des Gesundheitswesens auf die jeweils spezifischen Bedarfe der einzelnen Berufsgruppen geachtet und eingegangen werden ...

Quelle: healthcapital.de
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