Gesundheitsversorgung: Baden-Württemberg droht Kahlschlag aus Berlin

3. Dezember 2019

Manne Lucha, Sozialminister des Landes Baden-Württemberg, und Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, äußerten sich anlässlich der gestrigen Veranstaltung „AOK Baden-Württemberg im Dialog“ (25.11.2019) in Stuttgart kritisch zu Zentralisierungstendenzen in den aktuellen Gesetzesvorhaben des Bundesgesundheitsministers. 

Lucha: „Baden-Württemberg hat die Chancen und das große Potenzial einer klugen sektorenübergreifenden Vernetzung frühzeitig erkannt und nimmt damit eine bundesweite Spitzenposition bei der Gestaltung einer modernen und zukunftsweisenden medizinischen Versorgung ein. Das Land verfügt durchweg über gute und effiziente Versorgungsstrukturen – ambulant vor stationär, eine vorausschauende Krankenhausplanung und wegweisende Strukturen in der Gesundheitsprävention. Durch eine bundesweite Vereinheitlichung würden den Ländern innovative Steuerungsmöglichkeiten im Bereich Kranken- und vor allem auch Pflegeversicherung entzogen.“ Dazu auch Hermann: „Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb erfolgreiche regionale Versorgungsstrukturen zugunsten von Zentralismus und bundesweitem Einheitsbrei zerschlagen werden sollen.“ Damit schade man vor allem chronisch erkrankten Patientinnen und Patienten, die besonders auf koordinierte und sektorenübergreifende Behandlung angewiesen seien. ...

Quelle: Pressemeldung – AOK Baden-Württemberg
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