Kabinett vor Ort: Gesundheitsministerin Nonnemacher besucht Ambulant-Stationäres-Zentrum in Templin

29. April 2022

10 Jahre Geriatrie am Sana Krankenhaus Templin
 
Im Rahmen „Kabinett vor Ort“ besuchte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher heute das Ambulant-Stationäre Zentrum (ASZ) am Standort des Sana Krankenhauses Templin. Das ASZ wurde am 30. März 2022 feierlich eröffnet und vereint ambulante und stationäre Angebote unter einem Dach. Es gilt im Bereich der Gesundheitsversorgung als Referenzprojekt „Made in Brandenburg“: Nach vier Jahren Projektlaufzeit hat der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) am 1. April den Erfolg des Modellprojektes mit der Empfehlung zur Überführung in die Regelversorgung bestätigt. Gemeinsam mit Florian Schulz, Direktor am Sana Krankenhaus Templin und Chefarzt Dr. Andrea Matranga, schnitt Nonnemacher zudem eine Jubiläumstorte anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Abteilung für Geriatrie am Krankenhausstandort an.

Gesundheitsministerin Nonnemacher: „Das Sana Krankenhaus Templin hat frühzeitig begonnen, sich auf die Zukunft vorzubereiten. Was hier verschiedene Akteurinnen und Akteuren des Gesundheitswesens gemeinsam entwickelt, erprobt und etabliert haben, ist zukunftsweisend für die Versorgung einer immer älter werdenden Gesellschaft. Durch den demographischen Wandel gibt es immer mehr ältere und weniger junge Menschen. Gerade die ländlichen Regionen wie die Uckermark sind von dieser Entwicklung besonders betroffen. Krankenhäuser müssen sich weiterentwickeln. Die Zukunft liegt ganz klar in der Vernetzung von ambulanten und stationären Angeboten. So werden niedergelassene Ärztinnen und Ärzte künftig noch intensiver mit Krankenhäusern sowie mit Einrichtungen für Rehabilitation und Pflege zusammenarbeiten. Das wird hier in Templin bereits heute vorbildlich umgesetzt. Das ASZ ist deutschlandweit Vorbild für die nachhaltige medizinische Versorgung ländlicher Regionen.“

Mit dem Projekt IGiB-StimMT (Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg-Strukturmigration im Mittelbereich Templin) verfolgen das Sana Krankenhaus Templin, das Ärztenetz „Gesund in Templin e.V.“, die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) und die Stadt Templin als Konsortialpartner gemeinsam das Ziel, die Gesundheitsversorgung im Mittelbereich Templin zu verbessern und nachhaltig sowie langfristig zu sichern. Im Themenfeld „Versorgungsmodelle in strukturschwachen oder ländlichen Gebieten“ wurde das Projekt über vier Jahre, von 2017 bis 2020, vom Innovationsfonds beim G-BA und durch den Krankenhausstrukturfonds gefördert.

Das Projekt IGiB-StimMT zeigt, wie die regionalen Versorgungsstrukturen und -prozesse im Mittelbereich Templin bedarfsorientiert und regionalspezifisch auf die veränderten Bedingungen des demographischen Wandels angepasst werden können. Dafür wurde unter anderem am Standort des Sana-Krankenhaus Templin ein Ambulant-Stationäres Zentrum aufgebaut. In diesem ASZ werden die stationären und ambulanten Versorgungskapazitäten angepasst sowie fach- und einrichtungsübergreifend miteinander verzahnt. Das geschieht auf mehreren Ebenen und umfasst die niedergelassenen Arztpraxen, das Krankenhaus und die pflegerische Versorgung, ergänzt um den Aufbau eines Koordinierungs- und Beratungszentrums zur individuellen Beratung und Unterstützung von Patienten. Das Projekt integriert ambulant, stationär und Pflege sowie weitere Versorgungsangebote.

Initiiert wurde das Projekt von der IGiB GbR, der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), der AOK Nordost, der BARMER und der Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH. Die Konsortialführung hatte die IGiB-StimMT gGmbH. Das Projektmanagement lag bei der AGENON Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Gesundheitswesen mbH. Weitere Konsortialpartner waren die KV COMM GmbH und das inav Institut für angewandte Versorgungsforschung GmbH (Evaluation).

Quelle: msgiv.brandenburg.de
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