Klinikum startet mit Online-Ambulanz – erleichterte Kommunikation für Patienten

12. August 2022

Einen Termin vereinbaren, Laborergebnisse hochladen, Ärzte per Video sprechen: Das ist ab sofort in der Online-Ambulanz des Porphyriezentrums am Klinikum Chemnitz möglich. Dieses Angebot soll es Patienten erleichtern, unabhängig von Tageszeit und Ort Kontakt mit Ärzten und dem Casemangement aufzunehmen. „Unsere Patienten kommen oft aus dem gesamten Bundesgebiet zu uns“, sagt Nils Wohmann, der gemeinsam mit Dr. med. Ilja Kubisch im spezialisierten Behandlungszentrum für die seltenen Stoffwechselerkrankungen der Porphyrien tätig ist. Da sei es hilfreich, wenn Patienten vor dem ersten Sprechstundentermin in Chemnitz zum Beispiel Laborergebnisse sicher in das Online-Portal des Klinikums Chemnitz laden und den Ärzten im Zentrum vorab zur Verfügung stellen. „Aber auch für unsere Patienten aus der Region ist es natürlich sehr komfortabel, wenn sie jederzeit zum Beispiel Termine für eine Videosprechstunde buchen können“, so der Internist.

Das Klinikum Chemnitz betritt mit der Online-Ambulanz Neuland, denn für dieses Digitalisierungsvorhaben müssen zahlreiche Prozesse neu gedacht und umgestellt werden. Im Porphyriezentrum sollen diese Änderungen ausprobiert und gemeinsam optimiert werden. „Wenn sich die Online-Ambulanz mit den Videosprechstunden in diesem Behandlungszentrum bewährt und von den Beteiligten angenommen wird, soll das Angebot schrittweise auf weitere Bereiche und Kliniken ausgeweitet werden, für die sich damit ebenfalls Erleichterungen in der Patientenkommunikation erreichen lassen“, sagt Dr. rer. nat. Frank Nüßler, Leiter Bereich Informatik und Prokurist des Klinikums Chemnitz. Welches Behandlungszentrum oder welche Klinik eine Online-Ambulanz mit Videosprechstunden anbietet, wird auf der Webseite des Klinikums Chemnitz an einem kleinen Bildschirmsymbol neben dem Namen des Zentrums oder der Klinik erkennbar und einfach aufrufbar sein.

Die Erfahrungen aus der ersten Online-Ambulanz im Klinikum sollen später auch für den Aufbau eines umfangreichen Patientenportals genutzt werden. Dafür wurden umfangreiche Mittel aus dem Krankenhauszukunftsfonds (KHZF) beim Bundesamt für Soziale Sicherung beantragt. Mit diesem speziellen Förderprogramm unterstützen die Bundesregierung und das Land Sachsen die Krankenhäuser unter anderem dabei, die Digitalisierung von Prozessen beim digitalen Aufnahme- und Behandlungsmanagement sowie Entlass- und Überleitungsmanagement für stationäre Patienten zu vereinfachen und zu beschleunigen.

Quelle: klinikumchemnitz.de
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