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Künstliche Intelligenz (KI) revolutioniert Therapien in der Neurologie

10. Juli 2024

Neue KI-basierte Verfahren ermöglichen eine präzisere Vorhersage und individualisierte Therapie neurologischer Erkrankungen durch die Analyse unsichtbarer Hirnmuster.

Dank neuester Entwicklungen in der Künstlichen Intelligenz (KI) werden maßgeschneiderte Therapien für neurologische Patienten immer mehr zur Realität. Hochentwickelte Algorithmen, die in der Lage sind, MRT-Aufnahmen auf bisher unsichtbare Gehirnmuster zu untersuchen, bieten bahnbrechende Möglichkeiten zur Verbesserung der Tiefen Hirnstimulation und zur Vorhersage des Therapieerfolgs bei Erkrankungen wie Parkinson und Tinnitus. Diese Technologie, die bereits erste klinische Anwendungen findet, zeigt beeindruckende Ergebnisse: So lässt sich beispielsweise der Erfolg einer Tinnitus-Behandlung mittels transkranieller Magnetstimulation (TMS) mit einer Genauigkeit von 85 Prozent vorhersagen. Durch die Verknüpfung von EEG-Signalen und Brain-Computer-Interfaces (BCI) entstehen zudem neue Kommunikations- und Steuerungsmöglichkeiten für gelähmte Menschen. Wissenschaftler sehen in diesen KI-Systemen das Potenzial, nicht nur die Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen zu revolutionieren, sondern auch die Auswahl von Studienteilnehmern durch präzise Risikoeinschätzungen zu optimieren. Trotz der vielversprechenden Fortschritte gibt es aber auch kritische Stimmen, die vor überzogenen Erwartungen warnen. Prof. Simon Eickhoff vom Forschungszentrum Jülich weist auf die Grenzen heutiger BCI-Systeme hin und mahnt zu einer realistischen Einschätzung der Möglichkeiten dieser Technologien...

Quelle: aerztezeitung.de
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