Marburger Bund erwartet Einigungsbereitschaft von VKA

4. Mai 2022

5. Verhandlungsrunde über Tarife und Arbeitsbedingungen der Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Kliniken

Der Marburger Bund und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) nehmen heute in Berlin ihre unterbrochenen Verhandlungen für die rund 55.000 ärztlichen Beschäftigten in kommunalen Krankenhäusern wieder auf. „Der Ball liegt im Feld der kommunalen Arbeitgeber. Die Zeit des Taktierens ist vorbei. Wir erwarten von der VKA echte Verhandlungsbereitschaft und den Willen zur Einigung“, sagte Christian Twardy, Verhandlungsführer des Marburger Bundes, unmittelbar vor der fünften Verhandlungsrunde, die auf mindestens zwei volle Tage angesetzt ist.

Den Forderungen des Marburger Bundes hatten am 31. März bundesweit mehrere Tausend Ärztinnen und Ärzte durch einen ganztägigen Warnstreik Nachdruck verliehen, allein zur zentralen Streik-Kundgebung in Frankfurt am Main kamen rund 4.000 Klinikärzte. „Unsere Geduld ist endlich. Dass die ärztlichen Beschäftigten bereit sind, für ihre Forderungen zu kämpfen, haben sie am 31. März eindrucksvoll bewiesen. Die VKA sollte sich dessen bewusst sein“, sagte Dr. Andreas Botzlar, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes.

Marburger Bund und kommunale Arbeitgeber verhandeln seit Mitte Oktober vergangenen Jahres miteinander. Die Ärztegewerkschaft fordert in den Verhandlungen mit der VKA eine lineare Erhöhung der Gehälter um 5,5 Prozent für die Laufzeit von einem Jahr, eine klare Begrenzung der Bereitschaftsdienste auf vier pro Kalendermonat, eine generelle Begrenzung der Rufbereitschaft auf höchstens zwölf solcher Hintergrunddienste pro Monat, einen gesicherten Anspruch auf freie Wochenenden (Arbeit an höchstens zwei Wochenenden im Kalendermonat) und mehr Planungssicherheit bei den Diensten.

Quelle: Pressemeldung – Marburger Bund e.V.
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