Ministerpräsident Dr. Söder kündigt Millionenförderung für Klinikum Nürnberg an

23. Mai 2022

Unterstützung für Lehre und Forschung

Das Klinikum Nürnberg ist nicht nur eines der größten kommunalen Krankenhäuser Deutschlands mit Spitzenmedizin. Zu seiner DNA gehören auch Ausbildung, Forschung und Lehre. Genau diesen Bereich will die Bayerische Staatsregierung stärker fördern. Ministerpräsident Dr. Markus Söder kündigte bei einer Pressekonferenz an, dass der Freistaat die Ausbildung von Medizinerinnen und Medizinern sowie die Forschungsaktivitäten am Klinikum Nürnberg in diesem Jahr mit einer Million Euro und ab 2023 jährlich mit 1,5 Millionen Euro unterstützen wird. „Die Ausbildung von Medizinern ist eine der großen Zukunftsaufgaben, die wir haben. Deshalb unterstützen wir diese Bestrebungen des Klinikums Nürnberg sehr gerne“, so Dr. Söder. Prof. Dr. Achim Jockwig, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Nürnberg, freut sich sehr über diese Ankündigung: „Es ist schön, dass die Anerkennung unserer Arbeit nun in eine finanzielle Unterstützung überführt wird. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.“

Ministerpräsident Dr. Söder würdigte das Klinikum Nürnberg nicht nur als eines der größten Krankenhäuser in Deutschland. „Es ist auch eines der Krankenhäuser, die sich modern und zukunftsfähig aufstellen“, sagte Dr. Söder am heutigen Donnerstag in Nürnberg. „Wir wollen die Ausbildung der Studierenden stärken“, kündigte der Ministerpräsident an. Das bedeutet konkret: Der Freistaat unterstützt das Klinikum Nürnberg bei der Ausbildung der Medizinerinnen und Mediziner in diesem Jahr mit einer Million Euro, ab 2023 fördert der Freistaat das Klinikum Nürnberg in diesem Bereich mit jährlich 1,5 Millionen Euro. „Das ist nicht nur für Nürnberg eine sehr gute Nachricht, das gesamte Medical Valley wird dadurch gestärkt“, sagte Dr. Söder.

Unterstützung für den Gesundheitscampus Nürnberg

Der Ministerpräsident kündigte außerdem an, die Pläne des Klinikums Nürnberg für einen Gesundheitscampus Nürnberg zu unterstützen. Der Gesundheitscampus – das ist eine gemeinsame Idee von Klinikum Nürnberg und Technischer Hochschule Nürnberg. Beide Einrichtungen kooperieren mit dem Nürnberger Campus der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität schon jetzt bei der Ausbildung des Medizinernachwuchses. Zuletzt hat das Klinikum Nürnberg zusammen mit der TH Nürnberg im Frühjahr 2021 die Nürnberg School of Health mit den neuen Studiengängen Hebammenwissenschaften und Digitales Gesundheitsmanagement auf den Weg gebracht. Diese Zusammenarbeit soll weiter ausgebaut und an einem gemeinsamen Ort verankert werden: „Das Klinikum Nürnberg, die Paracelsus Universität und die Technische Hochschule verfolgen die Vision eines Gesundheitscampus, der ein Magnet zur Nachwuchssicherung in der Medizin, in der Pflege und anderen Gesundheitsberufen sowie eine Keimzelle für gemeinsame Forschung sein soll“, erläuterte Dr. Stephan Kolb, Bereichsleiter Bildung und Wissenschaft am Klinikum Nürnberg. „Dass uns der Freistaat dabei unterstützen will, ist eine ganz tolle Nachricht für alle, die daran arbeiten, dass diese Vision Realität wird. Vielen Dank dafür!“, sagte Dr. Kolb in Richtung des Ministerpräsidenten.

Der Ministerpräsident würdigte dieses zukunftsweisende Engagement des Klinikums Nürnberg ausdrücklich. Dr. Söder: „Es ist ungewöhnlich, dass ein kommunales Klinikum nicht nur seinen klassischen Auftrag erfüllt. Der wäre, dafür zu sorgen, dass die Patientinnen und Patienten hier in Region gut versorgt werden. Doch das Klinikum Nürnberg denkt über die Zeit hinaus, bildet aus, bringt sich in Forschung ein. Das ist beachtlich.“

„Ein wichtiger Meilenstein“

„Wir stehen voll zu unserem Versorgungsauftrag, aber wir sind mehr, wir leben auch Universitätsmedizin. Wir sind Bayerns größtes Krankenhaus, unsere hohen Patientenzahlen sind ein Schatz, den wir nutzbar machen wollen für die Forschung“, ergänzte der Vorstandsvorsitzende, Prof. Dr. Jockwig. „Unser Ansatz ist, dass die Forschung unseren Patientinnen und Patienten unmittelbar zugutekommt. Dafür sind wir eine hervorragende Plattform, dieses Potenzial haben wir schon immer genutzt. Die heute zugesagte Unterstützung des Freistaats ist ein wichtiger Meilenstein, das auch weiter voranzutreiben. Wir können Forschungsdatenbanken weiter ausbauen, zudem denken wir an den Aufbau einer Biodatenbank gerade im Bereich der Onkologie“, so Prof. Jockwig weiter.

Mit Blick auf die Forschung sei zum Beispiel auch ein Aufbau gemeinsamer Aktivitäten zwischen Klinikum Nürnberg, Paracelsus Universität, TH Nürnberg und der neuen Technischen Universität Nürnberg und gegebenenfalls anderer universitärer Partner attraktiv – zum Beispiel in der Krebsforschung.

Das Klinikum Nürnberg, das in diesem Jahr 125 Jahre alt wird, ist nicht nur ein Krankenhaus der Maximalversorgung, es ist auch ein innovativer Bildungsträger und ein großer Ausbilder im medizinischen Bereich. Ein ganz entscheidender Meilenstein auf diesem Weg war 2014 die Gründung der Medical School des Nürnberger Ablegers der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg. Seitdem ist das Klinikum Nürnberg Uni-Campus mit nunmehr 250 Studierenden der Humanmedizin. Ein Modell mit Erfolg: Über ein Drittel der Absolventen bleibt dem Klinikum Nürnberg nach dem Abschluss treu, zwei Drittel verbleiben im Freistaat.

„Wir tragen auch weiterhin gern dazu bei, den ärztlichen Nachwuchs im Freistaat zu sichern - wir stehen zu unserem kommunalen Versorgungsauftrag und leben darüber hinaus Universitätsmedizin mit Forschung und Lehre“, schloss Prof. Jockwig.

Die Förderungen des Freistaats ermöglichen dem Klinikum Nürnberg wichtige Investitionen, zum Beispiel den Aufbau eines Simulationszentrums, in dem sehr realitätsnah für schwierige klinische Situationen gelernt und trainiert wird, wie sie zum Beispiel in der Notaufnahme vorkommen. Solche Simulationszentren sind nicht nur für Studierende wichtig. Dort können auch später noch Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegende trainieren.

Quelle: klinikum-nuernberg.de
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