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Notfallreform: Lauterbach fordert neue Strukturen für Rettungsdienste und Kliniken

10. Juni 2024

Mit der Notfallreform sollen Vertragsärzte und ausgewählte Kliniken künftig enger zusammenarbeiten, um Patienten besser zu versorgen und die gesetzlichen Krankenkassen deutlich zu entlasten.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat einen neuen Gesetzentwurf zur Reform der Notfallversorgung vorgelegt. Die geplanten Maßnahmen zielen darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen dem vertragsärztlichen Notdienst, den Notfallambulanzen der Krankenhäuser und dem Rettungsdienst zu optimieren. Eine zentrale Neuerung ist die Einrichtung von Akutleitstellen, die die bisherigen Terminservicestellen ersetzen und eine bessere Vernetzung mit den Rettungsleitstellen und den Notrufnummern 116 117 und 112 gewährleisten sollen. Darüber hinaus werden die Kassenärztlichen Vereinigungen verpflichtet, sowohl telemedizinische als auch aufsuchende Leistungen anzubieten, um immobilen Patientinnen und Patienten den Zugang zur medizinischen Versorgung zu erleichtern. An ausgewählten Krankenhäusern sollen integrierte Notfallzentren entstehen, in denen die Ersteinschätzung der Patientinnen und Patienten gemeinsam von Krankenhausärzten und niedergelassenen Ärzten vorgenommen wird. Ziel der Reform sei eine effizientere Steuerung der Patienten und eine Entlastung der gesetzlichen Krankenkassen um rund eine Milliarde Euro pro Jahr...

Quelle: aerztezeitung.de
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