NRW: 2020 gab es knapp 30 Prozent weniger Krankenhausbehandlungen aufgrund von bestimmten infektiösen und parasitären Infektionskrankheiten

5. Mai 2022

Im Jahr 2020 wurden 4,1 Millionen Menschen (einschließlich Neugeborene) aus einer vollstationären Behandlung in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern entlassen; das waren 13,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (2019: 4,7 Millionen).

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war der Rückgang der Fallzahlen im Diagnosekapitel „Bestimmte infektiöse und parasitäre Krankheiten” mit 29,4 Prozent am höchsten. In den drei fallzahlstärksten Diagnosekapiteln verringerten sich die Patientenzahlen durchschnittlich bis unterdurchschnittlich: Die stationär behandelten Krankheiten des Kreislaufsystems reduzierten sich um 11,6 Prozent, Neubildungen um 8,6 Prozent und bei den Krankheiten des Verdauungssystems gab es 2020 einen Rückgang um 14,8 Prozent gegenüber 2019.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, verringerte sich die Zahl der 2020 in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern behandelten Krankheiten des Atmungssystems ebenfalls gegenüber 2019 um 20,1 Prozent. Da COVID-19 bei stationären Behandlungen grundsätzlich als Nebendiagnose kodiert wird und die hier zugrundeliegende amtliche Diagnosestatistik ausschließlich Hauptdiagnosen berücksichtigt, ergeben sich hieraus keine Informationen über die Zahl der stationären Behandlungsfälle mit COVID-19.

Aufschluss über die Anzahl der mit COVID-19 als Nebendiagnose gemeldeten Fälle gibt die fallpauschalenbezogene Krankenhausstatistik (DRG-Statistik), die allerdings nur Daten der Krankenhäuser enthält, die in den Geltungsbereich des DRG- Entgeltsystems fallen. Im Jahr 2020
wurden laut DRG-Statistik 40 648 Patientinnen und Patienten aus NRW aufgrund von COVID-19 stationär behandelt.

Quelle: Pressemeldung – it.nrw.de
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