Pflege-Flexpool: gemeinsam, flexibel, entlastend

27. Januar 2023

Durch ein attraktives Arbeitszeitmodell werden Pflegekräfte am Klinikum Mutterhaus künftig noch stärker entlastet und die Vereinbarkeit von Pflegeberuf und Familie gefördert. 

Pflegekräfte, die sich künftig für den sogenannten Pflege-Flexpool bewerben, können durch besondere Konditionen, Beruf, Familie und Privatleben leichter unter einen Hut bringen. Pflegekräfte, die beispielsweise Eltern geworden sind, pflegebedürftige Angehörige zu Hause versorgen müssen oder sich durch ein zusätzliches Studium weiterbilden wollen, können diese Aufgaben oft nur schwer mit der Arbeit im Krankenhaus unter einen Hut bringen und scheiden häufig ganz aus dem Pflegeberuf aus. „Aus unserer Sicht muss es jedoch möglich sein, private Verpflichtungen und die Arbeit im Krankenhaus miteinander zu vereinbaren. Daher haben wir uns ein möglichst flexibles auf die Belange von Pflegekräften und Klinikalltag zugeschnittenes Konzept überlegt“, so Stephan Lutz, Pflegedirektor am Klinikum Mutterhaus.

Der Pflege-Flexpool bietet den Pflegekräften die Möglichkeit, ihre Arbeitszeiten individuell anzupassen. Solange die Schichten mindestens 4 Stunden bei insgesamt mindestens 12 Wochenstunden umfassen und eine Wochenendschicht im Monat dabei berücksichtig wird, können die Flexpool-Mitarbeiter ihre Dienstpläne bis zu einem Jahr im Voraus selbstständig planen. Auch Urlaubs- und freie Tage werden dabei selbst festgelegt. Nach einer ausreichenden Einarbeitungszeit erfolgt der Einsatz dann auf den zuvor gemeinsam fest definierten Stationen.

„Der Flexpool bedeutet sowohl für die festen Pflegekräfte auf Station als auch für unsere Pflegekräfte im Flexpool eine besondere Entlastung. Wir stocken so unseren Pool an Pflegekräften auf und können Personalausfälle auf verschiedensten Stationen mit den Pflegekräften des Flexpools kurzfristig kompensieren“, so Lutz. Ein Mitarbeiter des Flexpools kann zu seiner festgelegten Dienstzeit auf einer Station das Team zusätzlich unterstützen oder eine Person im Krankheitsfall ersetzen. Das heißt konkret, dass Pflegekräfte im normalen Dienst nicht länger einspringen, die eigentlich frei hätten. Die Pflegekräfte des Flexpools werden grundsätzlich nicht aus dem Frei gerufen. „Der Pflege-Flexpool ist eine von vielen Maßnahmen, mit denen wir unsere Pflegekräfte entlasten und das Patientenwohl sichern“, betont Lutz. So nehmen beispielsweise Organisationsassistenten, zentrale Praxisanleiter, Servicekräfte, Laborläufer und der zentrale Patiententransportservice Pflegekräften eine Vielzahl von Aufgaben ab. Auch die fortschreitende Digitalisierung in der Pflege spart ihnen Zeit und Ressourcen.

Voraussetzung für eine Bewerbung im Flexpool ist eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, als Pflegehelfer, oder -assistent.

Quelle: Pressemeldung – Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen
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