Richtfest am Neubau des Kardiologischen Zentrums

11. Dezember 2023

Die Richtkrone hängt weit sichtbar über dem Rohbau des neuen Kardiologischen Zentrums am Klinikum-Standort Küchwald:

Gemeinsam mit Alexander Manzke, Referatsleiter Referat 54 Krankenhauswesen des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, und Ralph Burghart, Bürgermeister für Personal, Finanzen und Bildung der Stadt Chemnitz, haben die Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz, Martin Jonas und Prof. Dr. med. Ralf Steinmeier, sowie Prof. Dr. med. Karim Ibrahim, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin, und Dr. med. Jan Ernstberger, Medizinischer Geschäftsführer der Poliklinik gGmbH Chemnitz, heute gefeiert.

Mit dem Neubau des Kardiologischen Zentrums am Standort Küchwald wird die ambulante, stationäre und die Akutbehandlung von Herzerkrankungen zentralisiert und damit im Sinne einer optimalen Behandlung von Patienten enger verzahnt. Dies ist nötig, da bis heute in der kardiologischen Versorgung Doppelstrukturen bei Medizintechnik, Räumen und Personal, komplizierte Logistik für Patienten und Mitarbeiter und teils bis zu mehrere hundert Meter lange Wege bestehen. Diese historisch bedingte Situation soll mit dem neuen Kardiologischen Zentrum gelöst werden. Zudem ist eine bedarfsgerechte Erweiterung der Infrastruktur nötig, die der steigenden Anzahl von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zukunft Rechnung trägt. Das Infrastrukturvorhaben, welches mit rund 64,2 Millionen Euro veranschlagt ist, fördert der Freistaat Sachsen mit 47,32 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Mitte 2025 vorgesehen.

„Um den kardiologischen Patienten in Südwestsachsen die bestmögliche medizinische Versorgung anbieten zu können, muss die Krankenhauslandschaft entsprechend aufgestellt sein. Das Klinikum Chemnitz geht hier neue Wege und wird die ambulante, stationäre und Akutbehandlung im Kardiologischen Zentrum ganz neu verzahnen. Das Sozialministerium unterstreicht mit der Förderung dieses Vorhabens die bedeutende Rolle des Klinikums in der sächsischen Krankenhauslandschaft“, sagt Alexander Manzke, Referatsleiter Referat 54 Krankenhauswesen des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. So werde das Krankenhaus der Maximalversorgung die Patientenbetreuung auch in Zeiten von steigendem Durchschnittsalter in der Bevölkerung und dem daraus folgenden medizinischen Versorgungsbedarf bei zugleich knappen Ressourcen sichern.

„Mit dem feierlichen Richtfest wurde ein weiterer Meilenstein für das Bauprojekt und damit für den Gesundheitsstandort Chemnitz erreicht. Das neue Kardiologische Zentrum mit modernster Ausstattung für eine optimale medizinische Versorgung hat Strahlkraft in die gesamte Region und wird künftig ein Anziehungspunkt für Fachkräfte sein“, erläutert Ralph Burghart, Bürgermeister für Personal, Finanzen und Bildung der Stadt Chemnitz. „Eine besondere Herausforderung war die Verknüpfung von Hochleistungsmedizin mit der Architektur an einem denkmalgeschützten Standort, welche hier bestens gemeistert wurde.“

„Die Kardiologie ist ein technisch hochinnovativer Bereich im schnellen Wandel medizinischer Erkenntnisse. Mit dem Neubau ist nun ein imposantes Gebäude entstanden, indem künftig exzellente Medizin für die kardiologischen Patienten in Chemnitz und der Region angeboten wird. Von der Normalstation über die Tagesklinik bis hin zur Intensivstation werden hier alle Bereiche unter einem Dach vereint“, sagt Prof. Dr. med. Ralf Steinmeier, Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz.

„Ich freue mich sehr, dass nun der nächste wichtige Schritt in Richtung des neuen Kardiologischen Zentrums geschafft ist. Bereits seit einigen Jahren bauen wir in Chemnitz die Herzmedizin in den drei Säulen interventionelle Kardiologie, invasive Rhythmologie und kardiovaskuläre Bildgebung kontinuierlich aus. Doch die historisch gewachsenen räumlichen Gegebenheiten am Standort setzen uns hier Grenzen“, erklärt Prof. Ibrahim, Chefarzt der Kardiologie. „Dank des neuen Gebäudes, verkürzen wir nun die Wege für unsere Patienten und gewinnen damit logistische sowie personelle Kapazitäten, die der Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung zugutekommen.“

„Im neuen Kardiologischen Zentrum werden wir ambulante und stationäre Versorgungstrukturen enger miteinander verbinden. Als Tochterunternehmen des Klinikums wird sich die Poliklinik mit einem Medizinischen Versorgungszentrum maßgeblich an der ambulanten Behandlung der kardiologischen Patienten beteiligen. Gemeinsam stärken wir damit die sektorenübergreifende Versorgung“, sagt Dr. Ernstberger, Medizinischer Geschäftsführer der Poliklinik gGmbH Chemnitz und des Medizinischen Versorgungszentrums am Küchwald GmbH.

Das Kardiologische Zentrum mit insgesamt sechs Ebenen im Neubau (und Bestandsflächen im benachbarten Haus 6) bündelt auf rund 7.000 Quadratmetern Nutzfläche die Akutversorgung sowie die ambulante und die stationäre Versorgung von kardiologischen Patienten. Dazu gehören die Internistische Akutstation (KINA) mit Chest-Pain-Unit (Brustschmerz-Einheit), ein Eingriffszentrum mit insgesamt sechs Eingriffsräumen und entsprechender Infrastruktur, eine funktionsdiagnostische Abteilung, Ambulanzstrukturen, eine Intensivstation mit angegliederter Überwachungsstation und vier Normalstationen mit entsprechenden Ver- und Entsorgungsstrukturen. Der Neubau, das künftige Haus 7, wird zudem auf verschiedenen Ebenen durch einen Verbindungsgang mit angelagerten Raumstrukturen mit dem Haus 6 verbunden.

Quelle: klinikumchemnitz.de
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