Rund 796.600 Stellen im Gesundheitswesen Baden-Württembergs im Jahr 2020

1. September 2022

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Beschäftigung um 1,4 %

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg waren zum Jahresende 2020 rund 796 600 Beschäftigungsverhältnisse im baden-württembergischen Gesundheitswesen zu verzeichnen. Nach Ergebnissen der Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen der Länder erhöhte sich 2020 die Zahl der Arbeitsplätze im Gesundheitswesen hierzulande um rund 10 800 bzw. 1,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zuwachsrate lag dabei geringfügig über dem Bundesdurchschnitt (+1,3 %). Im Ländervergleich betrug die Spannweite der Veränderungsraten der Beschäftigungsverhältnisse zum Vorjahr zwischen +2,7 % in Mecklenburg-Vorpommern und ‒1,9 % in Bremen.

In den stationären und teilstationären Einrichtungen insgesamt fiel der Beschäftigungszuwachs mit rund 7 000 zusätzlichen Arbeitsstellen in Baden-Württemberg im Vergleich zum Jahr 2019 absolut betrachtet am größten aus (+2,6 %). 2020 waren insgesamt 278 800 Beschäftigungsverhältnisse den stationären und teilstationären Einrichtungen zuzuordnen. Darunter entfielen allein auf die Krankenhäuser rund 162 500 Arbeitsplätze. Die Anzahl der Beschäftigungsverhältnisse in den Krankenhäusern stieg verglichen mit 2019 um rund 5 700 (+3,6 %) an.

In den ambulanten Einrichtungen Baden-Württembergs existierten 2020 rund 300 900 Beschäftigungsverhältnisse, rund 2 900 (+1,0 %) mehr als 2019. Darunter entstanden knapp 1 800 zusätzliche Stellen (+4,7 %) allein im Bereich der ambulanten Pflege. Somit zählte diese Einrichtungsart 2020 hierzulande rund 39 600 Beschäftigungsverhältnisse.

Drei von vier Arbeitsstellen im baden-württembergischen Gesundheitswesen wurden 2020 von Frauen besetzt (74,2 %). Besonders hoch fiel der Anteil des weiblichen Gesundheitspersonals in der ambulanten (88,3 %) sowie der stationären und teilstationären Pflege (83,6 %) aus. Im Rettungsdienst waren 2020 dagegen lediglich rund ein Drittel (35,5 %) der Stellen von Frauen besetzt.

Das in Vollzeitstellen umgerechnete Gesundheitspersonal aller Einrichtungen lag 2020 bei 571 400 sogenannten Vollzeitäquivalenten. Rein rechnerisch wiesen hierzulande somit von 100 Stellen im Gesundheitswesen 71,7 Stellen einen Vollzeitbeschäftigungsumfang auf. In Apotheken wurde mit 60 Vollzeitäquivalenten je 100 Beschäftigungsverhältnisse der geringste Wert ermittelt. In den baden-württembergischen Vorleistungseinrichtungen des Gesundheitswesens (darunter u. a. die medizintechnische und augenoptische Industrie) war die Vollzeitbeschäftigung mit 86 VZÄ je 100 Stellen dagegen am stärksten ausgeprägt.

Quelle: statistik-bw.de
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