Tarifabschluss am Klinikum St. Georg nur unter Vorbehalt

14. September 2018

In den Tarifverhandlungen zum Haustarifvertrag des Nichtärztlichen Dienstes zwischen der Gewerkschaft ver.di und der Klinikum St. Georg gGmbH gab es Ende August  2018 einen Abschluss unter einem ausdrücklichen Vorbehalt. In den ver.di-Veröffentlichungen wird bereits von einem Ende der Verhandlungen gesprochen. Das Arbeitgeberangebot erfolgte zur Abwendung des drohenden wirtschaftlichen Schadens für das Unternehmen durch den angekündigten und in letzter Minute abgesagten Streik.

Von Seiten der Gewerkschaft ver.di wurde aufgrund des vorliegenden Gutachtens über die wirtschaftliche Situation des Klinikums die Argumentation in die Tarifverhandlungen eingebracht, dass die Stadt Leipzig durch finanzielle Unterstützungen die Mehraufwendungen aus dem Arbeitgeberangebot vom August 2018 zu übernehmen hat. Nur unter dieser Voraussetzung wurde das Arbeitgeberangebot Ende August 2018 in die laufenden Verhandlungen eingebracht. Das unter Vorbehalt abgegebene Angebot wird zunächst in den zuständigen Gremien thematisiert.

Das abgegebene Arbeitgeberangebot, welches eine Tariflohnerhöhung von 3 % ab April 2018 beinhaltet, bezieht sich auf die von der Gewerkschaft geforderte Mindesthöhe die die geforderte Zusage der Stadt Leipzig zur Übernahme der Mehraufwendungen voraussetzt. Ein abschließender Tarifkompromiss – wie in der LVZ vom 10.09.2018 berichtet – ist daher noch nicht gefunden, da die Voraussetzungen des Vorbehaltes noch nicht erfüllt sind.

Quelle: Pressemeldung – Klinikum Sankt Georg
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