Verbund Lebertransplantation Mitteldeutschland für mehr Sicherheit für betroffene Patient:innen

3. Februar 2022

Im Dezember 2021 wurde der Verbund Lebertransplantation Mitteldeutschland gegründet. Dieser Verbund setzt sich aus vier Standorten mit dem Ziel zusammen, Kooperationen und Kompetenzen zu bündeln. Expert:innen aus den Standorten Brandenburg, Dessau, Halle (Saale) sowie Magdeburg nutzen gemeinsam Ressourcen und bündeln die Kompetenzen mit dem Ziel einer bestmöglichen Versorgung der Patient:innen.

„Wir kümmern uns gemeinsam um Patientinnen und Patienten mit einer Indikation für eine Lebertransplantation. In erster Linie sind dies Patienten mit chronischer akuter Leberinsuffizienz und Tumorerkrankungen. Die zeitnahe Anmeldung und Vorstellung in einem Transplantationszentrum erhöht die Chancen für eine mögliche Transplantation“, so Prof. Dr. Roland Croner, Initiator des Verbundes.

Der Verbund möchte das Angebot der Lebertransplantationen im mitteldeutschen Raum erweitern und dafür sensibilisieren, dass die Lebertransplantationen auch eine Option für Patient:innen mit Leberzirrhose im Endstadium und Leberzellkrebs sind. Die Patient:innen werden nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt und die Behandlungspfade gemeinsam im Verbund Mitteldeutschland koordiniert.

Mit einer Kick-off-Online-Veranstaltung am 1. Dezember 2021 nahm der Verbund Lebertransplantation Mitteldeutschland seine Arbeit auf. Zu der Veranstaltung eingeladen hatten Prof. Dr. Roland Croner, Direktor der Universitätsklinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie und Prof. Dr. Verena Keitel-Anselmino, Direktorin der Universitätsklinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie der Universitätsmedizin Magdeburg. Mit Fachvorträgen und wissenschaftlichen Beiträgen präsentierten die Teilnehmer:innen aus den Standorten Brandenburg, Dessau, Halle (Saale) sowie dem Standort Magdeburg ihre Expertisen. Es wurden Vorträge über Indikationen für Lebertransplantationen, dekompensierte Leberzirrhosen und weitere fachspezifische Themen gehalten.

Ein besonderes Augenmerk legt der Verbund Lebertransplantation Mitteldeutschland auf die enge Interaktion mit den Kolleg:innen im niedergelassenen Bereich und weiteren Kliniken. Stellvertretend für den ambulanten niedergelassenen Bereich nahm Dr. Kerstin Stein aus Magdeburg mit dem Thema „Der lebertransplantierte Patient in der Nachsorge“ teil.

Prof. Dr. Hans-Jochen Heinze, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Magdeburg, betont: „Lebertransplantationen sind lebensrettende Behandlungsverfahren für Patientinnen und Patienten, die an einer chronischen Lebererkrankung, einem akuten Leberversagen oder einem Leberkrebs leiden. Hier muss schnell gehandelt werden. Deshalb gratuliere ich allen Beteiligten zur Gründung des Verbundes und danke Ihnen für Ihren Einsatz für unsere Patientinnen und Patienten.“

Quelle: Pressemeldung – Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
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