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VKD Landesgruppe Nordrhein-Westfalen: Verantwortung übernehmen für die Zeit nach Corona

23. Juli 2021

Wie sehe die zukünftigen Krankenhausstrukturen im Land aus? Was bewegt die Gestaltungsverantwortlichen in den Krankenhäusern? Diese beiden Kernfragen galt es auf der Management-Tagung der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) e. V. zu beantworten. Nach Corona-bedingter Pause fand das zweitätige Treffen der Krankenhaus-Manager erstmals wieder als Präsenzveranstaltung in Iserlohn mit 70 Teilnehmern statt.

„Eine intensive Diskussion der Zukunftsfragen der Gesundheitsversorgung in Nordrhein-Westfalen zwischen allen Beteiligten ist genauso notwendig wie die Beantwortung zentraler Fragen durch die Politik. Dieser Austausch gelingt jedoch nur dann vollumfänglich, wenn man sein Gegenüber auch direkt vor sich hat“, sagte Wolfgang Mueller, Vorsitzender der Landesgruppe. „Wir hatten da auch keinen Plan B, der ein Ausweichen auf ein digitales Format beinhaltet.“, ergänzt Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Winkelmann. Angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Krankenhäuser und der Neujustierung der nordrhein-westfälischen Krankenhausplanung habe auch das Bedürfnis nach intensiver Beratung bestanden. Diese erfolge dann auch wie das Networking in den Pausen zwischen den Redebeiträgen, die dann ebenfalls offener geprägt seien.

Und so legen gleich zu Beginn Michael Mruck, stellvertretender Leiter der vdek-Landesvertretung und KGNW-Präsident Jochen Brink die unterschiedlichen Positionen zur Krankenhausplanung dar, ließen dabei jedoch im anschließenden Round-Table-Gespräch, zu dem VKD-Präsident Dr. Josef Düllings und Ulrich Langenberg, Abteilungsleiter Krankenhäuser im Gesundheitsministerium, hinzustießen, auch Einigungsbereitschaft durchblicken. „Die Zusammenarbeit der Krankenhäuser in den Regionen untereinander und zum niedergelassenen Bereich hat sich in der aktuellen Krise bewährt“, so Jochen Brink. Nun gelte es, die Zusammenarbeit weiterzuentwickeln und die Weichen in einer Krankenhausplanung, die sich nicht am Bett orientiert, richtig zu stellen. Dr. Düllings sprach sich schließlich dafür aus, dass die Kliniken in Nordrhein-Westfalen sich aktiv in den für das Jahr 2022 anstehenden Landtagswahlkampf einmischen.

Nach dem Blick auf die zukünftigen Strukturen im Land wurden, am zweiten Tag der Veranstaltung, die Handlungsoptionen in den Krankenhäusern vor Ort diskutiert. Prof. Dr. Norbert Roeder, Leider der DRG-Research-Group, beleuchtete hierbei die Herausforderungen des Managements, während Thilo Gewaltig, Vorstand der Deutschen Apothekerbank, Finanzierungsaspekte thematisierte. Schließlich ging Martin Heumann, Geschäftsführer des Zweckverbandes der Krankenhäuser im Rheinland auf den „Verhandlungsstau“ ein, der immer größere Probleme für Kliniken aufwirft.

Den Abschluss der Tagung bildete dann der launige Vortrag von Rainer Birkenbach, Vorstand von Brainlab. Er gewährte Einblicke von Medizin und Technik in der nächsten Dekade und zeigte dabei auch Hemmnisse auf, die aus einem Übermaß an Datenschutz sich hemmend auf den Fortschritt auswirken.

Quelle: vkd-online.de
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