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VPKSH: Dr. Cordelia Andreßen weiterhin an der Spitze des Verbandes - Kritik an Lauterbach

10. Mai 2024

Der Verband der Privatkliniken in Schleswig-Holstein e.V. (VPKSH) hat Dr. med. Cordelia Andreßen wieder zur Vorsitzenden gewählt sowie Stefan Meiser und Astrid Kusmat als Beisitzer bestätigt. Vom Verband gefordert wird eine radikale Verschlankung gesetzlicher Bestimmungen.

Dr. Cordelia Andreßen (Vorsitzende) Stefan-Meiser (Beisitzer) Astrid Kusmat (Beisitzerin)
Der Verband der Privatkliniken in Schleswig-Holstein e.V. (VPKSH) hat in seiner Mitgliederversammlung am 07. Mai 2024 Dr. med. Cordelia Andreßen, Stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Lubinus-Stiftung in Kiel, wieder zur Vorsitzenden gewählt. Bereits seit 2015 setzt sie sich verlässlich für die Geschicke des Verbandes ein.

Im Amt als Beisitzerin wiedergewählt wurde Astrid Kusmat, Geschäftsführerin der VAMED Klinik Geesthacht und VAMED Rehaklinik Lehmrade.

Als weiterer Beisitzer bestätigt wurde Stefan Meiser, Geschäftsführer der Asklepios Klinik Am Kurpark Bad Schwartau, den der Vorstand im August 2023 als Nachfolger von Herrn Sascha Rödder in den Vorstand berufen hatte. Rödder war zuvor Verwaltungsleiter der Klinik Dr. Winkler in Husum und hatte den Verband wegen einer neuen beruflichen Herausforderung außerhalb Schleswig-Holsteins verlassen.

Dem Vorstand gehören außerdem als stellvertretender Vorsitzender Thomas Fettweiß, Geschäftsführer der Ostseeklinik Schönberg-Holm, als Beisitzerin Angela Bartels, Sana Regionalgeschäftsführerin Schleswig-Holstein / Hamburg & Niedersachsen und die Beisitzer Axel Post, Sprecher der Geschäftsführung der Klinik Manhagen, sowie Dr. Klaus Schmolling, Klinikleiter der Schön Klinik Neustadt, an.

"Diese Zusammensetzung gewährleistet weiterhin die gute, ausgewogene Interessenvertretung der Mitglieder im Verband", ist sich die Vorsitzende sicher und dankt  für das in sie gesetzte Vertrauen. "Sowohl Vertreter von Allgemeinkrankenhäusern, Reha-Einrichtungen, Fachkliniken als auch von Klinik-Konzernen bleiben im Vorstand vertreten."

Bernd Krämer, Geschäftsführer des VPKSH, sieht den Verband seit seiner Gründung vor fast genau 65 Jahren (09.05.1959) und die in ihm organisierten Kliniken gut aufgestellt. „Allerdings stellen die Folgen der Corona-Pandemie, die in den letzten Jahren stark gestiegenen Sach- und Energiekosten, die zu knappen Investitionsmittel sowie der immer gravierender werdende Fachkräftemangel weiterhin eine große Herausforderung dar. Letzterem könnte die Politik unmittelbar begegnen, wenn sie den seit Jahren von ihr angekündigten massiven Bürokratieabbau in allen Bereichen des Gesundheitswesens endlich in Gang setzte“, betont Krämer.

Kritik am Reformvorhaben der Bundesregierung
Dr. Andreßen übte deutliche Kritik an den Vorhaben der Bundesregierung zur Krankenhausgesetzgebung:

„Es werden fragwürdige Instrumente zementiert, die zu einer erneuten Verkomplizierung des Systems führen und der Krankenhausplanung der Länder kaum Spielraum bieten, auf die Versorgungsbedürfnisse der Regionen einzugehen. Auswirkungen auf andere Versorgungsbereiche bleiben leider unberücksichtigt“. 

Es sei notwendig, ein umfassendes System der regionalen Versorgungsplanung zu entwickeln. Dieses muss die Leistungsbereiche der haus- und fachärztlichen Versorgung, der ambulanten Notfallversorgung, des Rettungsdienstes, der stationären Krankenhausbehandlung und der Übergangspflege im Anschluss an die Krankenhausbehandlung umfassen. Von einer solchen Versorgung aus wäre auch der Einstieg in regionale Versorgungsmodelle mit regionalen Gesundheitsbudgets denkbar.

Umso enttäuschender sei es, dass Bundesgesundheitsminister Lauterbach mit seiner als Revolution angekündigten Krankenhausreform keines der von ihm angekündigten Ziele wie Entökonomisierung, Entbürokratisierung und Existenzsicherung bedarfsnotwendiger Krankenhäuser erreichen werde. Mit seinen bisherigen Vorstellungen bewirke er sogar das Gegenteil, wie eine detaillierte Auswirkungsanalyse klar belegt habe. Bei den Beschäftigten in den Kliniken führe das zu Frust und großer Verunsicherung, was wiederum die Attraktivität der Krankenhäuser als Arbeitgeber mindere. „Hier ist besonders dringender Handlungsbedarf für die politischen Entscheidungsträger gegeben“, betonen Dr. Andreßen und Krämer abschließend.

Quelle: vpksh.de
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