Weaning-Kooperation zwischen AOK PLUS und Zentralklinik Bad Berka

30. März 2023

Die Zentralklinik Bad Berka und die AOK PLUS kooperieren ab 1. April bei der Versorgung von Weaning-Patienten im Rahmen eines Qualitätsvertrages. Als zertifiziertes Weaningzentrum durch die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) verfüge die Zentralklinik neben „einer großen Leistungsfähigkeit und viel Erfahrung über ein besonders hohes Maß an Qualität bei der Entwöhnung von der maschinellen Beatmung von Patienten. Wir wollen unsere Versicherten dabei unterstützen, die bestmögliche Behandlung zu erhalten“, so der Referent für Qualitätstransparenz der AOK PLUS Niels Tiersch.

Weaningzentren versorgen Patienten bei der Entwöhnung von einer maschinellen Beatmung (engl. Weaning) nach einer schweren Erkrankung, wie z. B. einer Lungenentzündung, Unfällen oder Operationen. Dabei sind viele verschiedene Professionen beteiligt. „Unsere Ärzte, Atmungstherapeuten, Schwestern und Pfleger, Physiotherapeuten und Logopäden leisten täglich hoch professionelle, wertvolle Arbeit. So ein Weaningprozess ist oft schwierig und langwierig. Die meisten Patienten profitieren aber anschließend durch eine höhere Lebensqualität und mehr Selbstbestimmung“, erklärt Chefarzt Dr. Michael Weber.

Die Kooperation mit der AOK PLUS habe auf die Versorgung von Patienten anderer Kassen keine Auswirkungen. „Wir sind ein großes Weaningzentrum und verfügen über ausreichende Kapazitäten für unsere Patienten“, so Dr. Weber.

Das Pilotprojekt der Kasse sieht u.a. vor, dass Angehörige die Verlegung zum zertifizierten Weaning beantragen können, wenn der Betroffene länger als 14 Tage im Krankenhaus beatmet wird. Darüber hinaus können Angehörige intensivpflegerisch versorgter Patienten eine Begutachtung des Beatmungsentwöhnungspotenziales bzw. das Potenzial zur Entfernung der per Luftröhrenschnitt angelegten Trachealkanüle beantragen. Zum Qualitätsvertrag gehören u. a. auch die medizinische und pflegerische Nachsorge bis zu einem Jahr nach dem Weaning und die Förderung von Netzwerken.

Quelle: zentralklinik.de
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