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Welche Auswirkungen hat COVID-19 auf die Herzgesundheit?

12. Mai 2021

  • Kardiologen des Universitätsklinikums Heidelberg starten Studie
  • 192 Patienten werden eingeschlossen
  • Dank mobilem Magnetresonanztomographen zusätzliche MRT-Kapazitäten
  • Spezielle EKG-Diagnostik gekoppelt mit Künstlicher Intelligenz

Wie wirkt sich eine COVID-19-Erkrankung im Langzeitverlauf auf die Herzgesundheit aus? Dieser Frage gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitätsklinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie Heidelberg in Kooperation mit der Klinik für Gastroenterologie jetzt im Rahmen einer klinischen Studie nach. 192 Patientinnen und Patienten, deren Erkrankung mindestens vier Monate zurückliegt, werden eingeschlossen. Die Teilnehmer werden mittels kontrastmittelfreier kardialer Magnetresonanztomographie (MRT) sowie einer 3D-Elektrokardiographie untersucht und ihre Krankheitsgeschichte sowie der Gesundheitszustand systematisch erfasst.

„Mögliche Spät- und Langzeitfolgen von COVID-19 sind noch unzureichend verstanden, die Datenlage ist bislang noch zu gering ", sagt Studienleiter Prof. Dr. Norbert Frey, Ärztlicher Direktor der Klinik. „Betroffene haben ein großes Interesse an gezielten Nachuntersuchungen, die Untersuchungstermine für die Studie waren innerhalb kurzer Zeit ausgebucht."

Dank einer Studien-Kooperation mit den Unternehmen medneo und Philips ist es gelungen, zusätzliche MRT-Kapazitäten zu schaffen – und zwar mithilfe eines hochmodernen mobilen MRT. In einem MRT-Trailer vor der Klinik wurden die Studienteilnehmer untersucht

Zusätzlich kooperieren die Heidelberg Kardiologen mit dem Unternehmen Cardisio: In den Räumen der Klinik führte Fachpersonal ein 3D-EKG durch, bei dem die elektrischen Signale im Herzmuskel dreidimensional aufgenommen werden. Die Daten werden mithilfe einer künstlichen Intelligenz ausgewertet, die gelernt hat, gesunde von kranken Herzen zu unterscheiden.

Die Auswertung aller Ergebnisse im Rahmen der Studie erfolgt dann durch die Experten des Universitätsklinikums Heidelberg. „Wir untersuchen in unserer Studie zudem, ob sich die Diagnostik mithilfe des mobilen MRT und des speziellen 3D-EKG auch für breit angelegte Checks bei Patienten sowie für Vorsorgeuntersuchungen eignen könnte. Dies könnte für die Zukunft interessant sein z.B. für die Versorgung in ländlichen Regionen", so Prof. Frey.

Weitere Informationen:

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Norbert Frey
Ärztlicher Direktor
Universitätsklinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie Heidelberg
sekretariat.frey@med.uni-heidelberg.de  

 

 

Quelle: klinikum.uni-heidelberg.de
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