Deutsche Krebsgesellschaft: KHAG gefährdet Qualität der Onkologie
Die Deutsche Krebsgesellschaft warnt vor Qualitätsverlusten durch das KHAG und fordert bundesweit verbindliche Standards…
- Politik
Die Deutsche Krebsgesellschaft warnt vor negativen Folgen des Krankenhausanpassungsgesetzes (KHAG) für die onkologische Versorgung. Nach ihrer Einschätzung könnten weitreichende Ausnahmeregelungen für die Länder zu unterschiedlichen Behandlungsstandards führen.
Die Organisation fordert Bundestag und Bundesrat auf, bundesweit verbindliche Qualitätsvorgaben festzuschreiben. Studien wie WiZen zeigen, dass die Behandlung in zertifizierten Zentren die Überlebenschancen von Krebspatientinnen und -patienten deutlich verbessert. Die Konzentration des KHAG auf onkochirurgische Mindestmengen greife zu kurz, da moderne Krebsmedizin auch Radiologie, medikamentöse Therapie und Psychoonkologie umfasst. Die Krebsgesellschaft sieht in einer möglichen Aufweichung der Qualitätskriterien einen Rückschritt und mahnt, das Ziel einer zentralisierten, qualitätsgesicherten Versorgung nicht zu gefährden.
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