Deutschland hinkt hinterher: Weltkongress der Notfallmedizin entlarvt deutschen Sonderweg

Hamburg ist erstmals Gastgeber des weltgrößten Notfallmedizin-Kongresses. Die DGINA nutzt die Bühne, um die Einführung eines Facharztes für Notfallmedizin in Deutschland zu fordern…

10. Juni 2026
  • Medizin
  • Politik
  • QM

Deutschland fehlt als eines der wenigen führenden Gesundheitssysteme ein Facharzt für Notfallmedizin. Diesen Missstand stellt die Deutsche Gesellschaft für Notfallmedizin (DGINA) in den Mittelpunkt, während Hamburg mit dem ICEM 2026 erstmals den wichtigsten internationalen Kongress der Notfallmedizin ausrichtet.

Mehr als 3.200 Teilnehmende aus über 80 Ländern sind seit dem 9. Juni im Congress Center Hamburg versammelt. Parallel läuft die 21. Jahrestagung der DGINA. Kongresspräsident Dr. Michael Wünning betont, die Teilnehmerzahl übertreffe alle bisherigen ICEM-Kongresse. Bis zum 13. Juni diskutieren Fachleute in mehr als 70 internationalen Sessions, sechs Plenarveranstaltungen und zahlreichen Workshops über Künstliche Intelligenz, Fachkräftemangel, neue Versorgungsmodelle und Krisenresilienz von Gesundheitssystemen.

DGINA-Präsident Dr. Martin Pin nutzt den Kongress, um die langjährige Forderung nach einem Facharzt für Notfallmedizin erneut zu bekräftigen. Führende Gesundheitssysteme weltweit hätten diesen Standard längst etabliert. Pin sieht den Facharzt als zentralen Baustein, um Notaufnahmen auch künftig sicher betreiben zu können. Mehrere Kongressveranstaltungen widmen sich internationalen Ausbildungsmodellen und Karrierewegen in der Notfallmedizin.

Auch IFEM-Präsident Dr. Saleh Fares Al-Ali unterstreicht die Bedeutung des globalen Austauschs angesichts weltweiter Krisen.

Quelle:
dgina.de

Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen.

Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.