DGIIN legt Positionspapier zum Schutz von Klinikpersonal vor
Die DGIIN warnt vor zunehmender Gewalt in Notaufnahmen und Intensivstationen und fordert verbindliche Schutzkonzepte, klare Führung und eine gesicherte Finanzierung von Präventionsmaßnahmen…
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Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin hat ein Positionspapier zum Umgang mit Gewalt in Notaufnahmen und auf Intensivstationen veröffentlicht.
Hintergrund sind zunehmende Übergriffe auf Beschäftigte im klinischen Alltag. Das Papier benennt acht zentrale Handlungsfelder, darunter verbindliche Standardarbeitsanweisungen, klare Führungsverantwortung, eine systematische Erfassung von Gewaltvorfällen sowie verpflichtende Schulungen zur Deeskalation.
Ergänzend fordert die Fachgesellschaft eine strukturierte psychosoziale Nachsorge, eine angepasste Personalplanung, technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen sowie einen verbesserten rechtlichen Schutz für Betroffene. Die DGIIN spricht von einer alarmierenden Situation und plädiert für eine konsequente Null-Toleranz-Haltung gegenüber Gewalt. Prävention und Mitarbeiterschutz seien untrennbar mit Patientensicherheit verbunden.
Nadine Weeverink, Fachkrankenpflegerin für Intensiv- und Anästhesiepflege an der Charité Berlin und Mitautorin des Positionspapiers, weiß aus der täglichen Praxis, dass gezielte Präventionsmaßnahmen und regelmäßige Deeskalationstrainings nicht nur die Sicherheit im Team stärken, sondern sich auch direkt positiv auf die Patientenversorgung auswirken.
Zugleich kritisiert die Fachgesellschaft, dass bestehende Finanzierungsinstrumente die notwendigen Maßnahmen bislang nicht abdecken, und fordert eine feste Verankerung in der Krankenhausfinanzierung.
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